Kategorie: Alltag

faul | Vorsicht Zynismus

Die Menschheit ist doch faul. Wenn man ihnen nicht alles vor den Allerwertesten trägt und sie nur ein Häkchen machen müssen, wenn die Menschen ein paar eigene Schritte machen müssen, dann tun sie es aus Bequemlichkeit eben nicht.

Bloß nicht selber denken, hinterherlaufen wie die Lemminge – machen ja andere auch! Wie die Hunde: „Ich weiß zwar nicht, was ich mache, aber da hat einer hingeschissen. Der Platz kann also nicht schlecht sein, dann mache ich das auch!“

Oder: „Das hab ich schon immer so gemacht! Etwas Neues passt nicht in die Routine und wenn man dazu noch umdenken müsste. – Nein danke, dann mache ich lieber gar nichts!“ Am besten ist doch, man lässt sich alles vorsetzen, braucht nur noch unreflektiert zu konsumieren, und Danke sagen oder ein Feedback geben, das ist doch schon wieder viel zu viel – da muss man ja selber agieren!

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Out off: ich habe gerade 2 Stunden auf einen Techniker für des Töchtings Rollstuhl gewartet. Er hatte sich am Freitag für heute angekündigt. Nachdem ich mich durchgerungen habe anzurufen, hat man mir gesagt, dass sie gerade das Lager umziehen und heute ganz bestimmt nicht mehr kommen!

zehn nach sechs

… am Morgen, ich habe die ersten Nachrichten gehört und nicht verarbeitet. Es brennt in der Welt! Nicht nur real, es brennt die Hütte.
In meiner kleinen Welt zum Glück nicht, doch rund läuft es nicht. Das Töchting hat diese Nacht sehr unruhig geschlafen. Was war konnte oder wollte sie mir nicht sagen. In Tränen aufgelöst spricht sie nicht gut und je mehr ich frage, umso aufgeregter wird sie. Mein Kind ist völlig durch den Wind und ich kann ihr nicht helfen. Dieses nicht helfen können macht mich traurig. Ich kann ihren Seelenzustand nachvollziehen; weiß, dass sie nicht benennen kann, auch wenn sie kognitiv dazu in der Lage wäre, was sie bedrückt und dass sie das noch wütender macht und somit weint. Es ist verdammt nicht einfach behindert zu sein.

Wer hat schon Verständnis für eine kleine Frau, die nicht weiß was sie will und doch großen Kummer hat?

von morgendlichen Diskussionen

… übers Fingernägel schneiden, unliebsamen Anziehsachen, vollgeschissenen Windeln und dem viel zu frühen Aufstehen! 

08:02Uhr – Im Moment räsonierte der Kerle darüber was wir am Nachmittag nicht machen können; es soll sonnig werden, auch wenn es gerade gar nicht danach aussieht. Er hat Bedenken, dass die Sonne zu sehr knallt und unsere (ältere) Begleiterin einen Schwächeanfall  – Originalton Kerle – bekommt.  Vorher war er der Meinung, dass ich ihm ins Fleisch schneide und er dadurch eine Sepsis bekommen könnte. Aber den Po, den sollte ich ihn sanft abwischen: „Aber gründlich bitte!“

Das Töchting hatte bestimmte Vorstellungen was sie nicht anziehen wollte! Das T-Shirt, das dann endlich ihre Gnade fand war ein rosafarbenes Ungetüm. (Hinweis an mich – nicht noch einmal waschen, gleich wegwerfen!) 

Für beide könnte das Aufstehen fünf Minuten bevor der Werkstattbus kommt sein, denn frühstücken tun sie sowieso nicht und trinken kann man auch im Bett…

Einen schönen guten Morgen!

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