Behinderung, Familie, Gedanken

jede Überschrift wäre nichts wert

Und wenn du wüsstest,
dass du gesund werden könntest,
wenn du aufhörst,
dir Sorgen zu machen?

Würdest du es dann wagen,
diese Stimme in dir
zum Schweigen zu bringen?

Gestern Abend, als Carsten sich die Seele aus dem Leib gekotzt hat, da hätte ich mich gerne zu ihm gesetzt und ihm nicht nur den Kopf gehalten, sondern einfach mitgekotzt! Ich kann mir ungefähr vorstellen, wie es in seinem kleinen Magen zugeht. Meiner revoltiert genau so. Als ob ein großer Quirl ständig an die Magenwände stößt und danach wird die Maße um und um durchgeknetet. Unsanft, ohne Rücksicht darauf, dass das Behältnis viel zu klein ist und die Gärung, die dabei entsteht, sukzessive nach oben steigt und sich den Weg nach draußen bahnt. Mir ist übel. Ich habe verdammte Magenschmerzen. Auf den Magensäurehemmer reagiere ich allergisch. Meine Nase ist gleichzeitig verstopft und läuft. Ich habe tierische Kopfschmerzen. Vertrage keinen Kaffee, bin aber – weil ich die Nacht kaum geschlafen habe – hundemüde. Wenn ich schlucke, kommt der Brechreiz…

Wiebke klagt nun auch über Bauchweh, allerdings ist sie erstaunlich fröhlich und fit. Carsten hat gerade den Kopf hochgenommen und gleich wieder gewürgt. Wie wir die fünfstündige Fahrt in den Norden überstehen sollen, das weiß ich jetzt noch nicht. Ich zögere es hinaus. Doch zu spät möchte ich nicht fahren. Ich will in meiner Heimatstadt ankommen.

Nicht nur körperlich – und dazu brauche ich Zeit!

Gedanken

Gedankenkreise

Meine Gedankenkreise ziehe ich heute lieber woanders. So, wie draußen der Bagger Erdschicht für Erdschicht abträgt, um ein gutes Fundament zu machen, will ich, um an die Ursache meiner Ängste zu kommen, auch den Seelenmüll ausgraben. Das, was gut ist, lege ich behutsam zur Seite – der Rest muss weggeworfen werden. Nur leider nützen mir dabei blaue Säcke nicht auch nur irgendetwas.