Schlagwort: Kuddelmuddel

passt wie ein Horoskop

…. aus einem Buch von Anselm Grün:

[…] Man hat den Eindruck, dass heute die Geduld fehlt, etwas wachsen zu sehen. Man muss sofort Erfolge sehen. Man muss sofort Bedürfnisse erfüllen. Man lässt sich nicht mehr die Zeit, dem Wachsen einer Blume oder Baumes zuzusehen. So wird oft viel Wind fabriziert. Aber es wächst nichts, was Bestand hat. Die gleiche Ungeduld kann man bei der Erziehung der Kinder beobachten. Man kann es kaum aushalten, wenn Kinder einmal eine Krise durchmachen. Man gerät in Panik und meint, man müsse die Krise sofort wieder in Griff bekommen. Unsere Politik ist von Kurzatmigkeit geprägt. Täglich werden neue Lösungsmöglichkeiten angepriesen, die aber schon am gleichen Tag widerrufen werden. Je schneller man Lösungen möchte, desto mehr lähmen sich die verschiedenen Parteien, und es geschieht gar nichts. Die Hektik gebiert leeres Stroh. Der Hektiker arbeitet effektiv weniger als der, der mit Ruhe und Gelassenheit an die Arbeit geht. […]

Notiz an mich: bitte hinter die Ohren schreiben!

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Der Kerle lag wie ein Flitzebogen, das Töchting fast rausgefallen, beide kaum zugedeckt und kalt. Mein nächtlicher Kontrollgang durch die Juniorenzimmer hat mich nachdenklich demütig weinen lassen – so unschuldig liegen sie verkrümmt in ihren Betten. Da braucht es eine liebordnende Hand.  Meine geb‘ ich gerne!

 

Gerade jetzt

denke ich voller Wehmut an meine inzwischen schon toten Freund*innen
mag ich die Stille am Morgen und den beginnenden Tag
mag ich nicht, dass wieder dieser hohe Erwartungsdruck auf mir lastet und ich die Junioren zwingen muss vor ihrer Wohlfühlzeit aufstehen zu müssen, weil wir zur Bürgermeisterwahl eine Helferin brauchen und sie die Zeit vorgeschrieben hat.
spüre ich deswegen Druck
freue ich mich über das Vogelkonzert im Gebüsch
fühle ich Wärme um mich herum – innerlich und äußerlich
trage ich meine ältesten abgelatschten Sandalen
brauche ich ein verständnisvolles Ohr, das mir zuhört
höre ich Vogelgezwitscher
mache ich Müsli fürs Töchting
lese ich Mitgift – einen Familienroman aus meiner alten Heimat
trinke ich Kaffee mit ganz viel Milchschaum
vermisse ich, das was ich immer vermisse – einen Gesprächspartner
schaue ich mir das dreckige Geschirr in der Küche an und denke, dass das man gut da noch bis morgen stehen bleiben kann
träume ich von einer Weltreise mit den Junioren

Frei sein, nicht nur so tun!

Gerade jetzt

denke ich, dass heute ein schöner Tag ist
mag ich mal nichts tun
mag ich nicht an morgen denken
spüre ich im Nacken eine juckende Hautstelle
freue ich mich über die zufriedenen Junioren
fühle ich den Wind im Haar
trage ich Shorts und ein hellblaues T-Shirt
brauche ich nichts
höre ich Nachrichten
mache ich mir keine Gedanken
lese ich nichts – ich höre doch Nachrichten
trinke ich Wassermelonenschorle
vermisse ich einen erwachsenen Menschen an meiner Seite
schaue ich auf die Tastatur
träume ich vom nächsten Biergartenbesuch

Gefunden habe ich diese Stichworte vor einigen Tagen in einem mir unbekannten Blog – ich hab‘s mir nur nicht gemerkt wo. Schade, denn ich hätte gerne einen kleinen Dank dagelassen – die Idee finde ich nämlich sehr schön.

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