Schlagwort: Gedicht

Aufwachen oder so ist es eben

Mir träumte
Ich saß auf einer Bank
Vorm Haus

Du schautest
Aus dem Fenster
Raus

Und sahst mich
Nicht
Ich war zu nah

Stattdessen hast
Du sie
Gesehen

Sie schwebte
Auf dem Bürgersteig
Sehr stolz vorbei

Du pfiffst
Du beugtest dich
Zum Rahmen raus

Und fielst
Ins grüne Gras
Ich hob dich auf

Kein Wort
des Dankes
Hattest du

Du ranntest
Ohne Rast und Ruh
Ihr hinterher

Sie drehte sich
Nicht einmal um
Dann wacht ich auf
– das Spiel wurd mir zu dumm

© petra ulbrich

∙∙∙∙∙

Mich fragte gestern eine Bekannte wie ich dichte. Meine Antwort fand sie unbefriedigend; ich sagte: Indem ich schreibe was mir durch den Kopf geht! Ob ich denn ein Konzept hätte? Das musste ich verneinen. Wenn ich anfange zu schreiben, weiß ich nicht wohin die Reise führt. Wie ich letztens schrieb; Gedichte entstehen beim gehen! Momentan schwebt über allen ein wenig Enttäuschung. Das Gedicht, das mir im Kopf herumspukt, über Wertschätzung, will noch nicht raus. Meine Bekannte sagte dazu, dass es wohl noch ein bisschen kochen muss! Dabei brodelt es doch schon sehr…

nein sagen lernen

Ich
werde
niemanden mehr
hinterherlaufen.

Entweder
gehen wir
nebeneinander
– jedenfalls
auf Augenhöhe –
oder
jede*r
geht allein.

© petra ulbrich

∙∙∙∙∙

Aus gegebenem Anlass! Es ist kein Frust dabei. Diesmal nicht. Vielleicht Resignation, aber auch das nur ein bisschen. – Manchmal muss man sich trennen, manchmal muss man eindeutig den Schlussstrich ziehen.

Niemand sucht aus

Man sucht sich das Land seiner Geburt nicht aus,
und liebt doch das Land, wo man geboren wurde.

Man sucht sich die Zeit nicht aus, in der man die Welt betritt,
aber muss Spuren hinterlassen in seiner Zeit.
Seiner Verantwortung kann sich niemand entziehen.

Niemand kann seine Augen verschließen, nicht seine Ohren,
stumm werden und sich die Hände abschneiden.

Es ist die Pflicht von uns allen zu lieben,
ein Leben zu leben,
ein Ziel zu erreichen.

Wir suchen den Zeitpunkt nicht aus, zu dem wir die Welt betreten,
doch gestalten können wir diese Welt,
worin das Samenkorn wächst,
das wir in uns tragen.

© Gioconda Belli

∙∙∙∙∙

Vor vielen Jahren war Nicaragua in aller Munde. Ich erinnere mich an Dietmar Schönherr und sein Engagement. Damals fingt das an mit dem FairTrade-Kaffee, und heute? Wo sind wir heute?

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