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Jahresende

Leg dieses Jahr an seinem Ende
in die Stille der winterlichen Erde.
Bette dort alle Tage und Nächte, die dich erfüllten,
die dich mit Freude und Begegnung nährten
und dir Türen zu neuen Räumen öffneten –
all die Augenblicke tief empfundener Lebendigkeit.
Bette dort auch die Tage, die sich verschlossen,
die dir Lasten auf die Schultern legten
und dich mit deinen Fragen alleinließen –
die Zeiten ruheloser Gedanken und schwindender Kraft.
Lass das Durchlebte los. Es ist nicht länger hier.
Gib es in den Schoß der dunklen Erde,
die schon das neue Leben in sich webt und träumt
und die dich ruft, zu weben und zu träumen
und Muttererde für das Kommende zu sein.

Giannina Wedde

∙∙∙∙∙

Es knallt und böllert, was der Jugendlichen Geldbeutel hergibt. Noch ein paar Stunden bis Neujahr. Aber da dürfen sie wahrscheinlich nicht mehr auf der Straße sein. Was müssen Tiere und Kriegsflüchtlinge wohl leiden, wenn mich schon ein Böllergeschoss vom Sofa jagt? Das Töchting ist aufgelöst: „Sie sollen aufhören!“, sagt sie und hält sich die Ohren zu. Der Kerle überdröhnt das mit seiner eigenen Musik. Schräg – mal klassische Musik, dann Schlager und im nächsten Moment Heavy Metal, um gleich danach eine Schnulze aus den siebzigern zu spielen. 

Ich habe kein Ohropax!

Das Töchting quäkt mit einem nervignachplappernden Hamster und spielt ihm Anne Kaffeekanne vor. Sekt habe ich keinen – aber wer sollte auch mit mir anstoßen?

Liebe Leser*innen, kommt gut ins neue Jahr, das wünsche ich aus vollstem Herzen!

es ist dunkel

Dunkel ist es im Haus, auch deswegen weil ich kein Licht mache. Leise höre ich Musik, die ich eigentlich nicht mag. Aber ich bin zu faul mich zu bewegen. Eingekuschelt in eine uralte Sofadecke möchte ich mal nichts tun. Einfach dasitzen und in die Finsternis starren.

Schön ist es durch die Oberlichter zu sehen, dass es Tag wird – der letzte Tag! Schnee liegt in der Luft und eiskalt ist es draußen. Ich überlege, ob ich nicht den Kamin anmache, merke aber dann, dass ich erst die Asche entsorgen muss. Das stört meine Untätigkeit. Stattdessen mache ich mir einen weiteren Kaffee und wechsle den Sender.

Worte der Stärkung zum Jahresende

von Delphine Takwi

An alle Mütter, ob Stiefmutter, alleinerziehende Mutter, Großmutter, Adoptivmutter oder Vater, der die mütterliche Rolle übernimmt, diese Worte sind für euch.
Elternsein war noch nie einfach.
Schlaflose Nächte, Schmerz, Freude, Sorgen und Fürsorge, all das nennt man Mutterschaft.
Es ist ein ganzes Paket, jedes Jahr, von Januar bis Dezember, getragen von einem Herzen voller Liebe.
Es ist die einzige Arbeit auf der Welt, für die man nicht bezahlt …

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