Kategorie: Gedanken

es wird Zeit

Ein Körper verharrt in Ruhe oder im Zustand der gleichförmig gradlinigen Bewegung, wenn keine äußeren Kräfte auf ihn wirken.  | Isaac Newton

Tatsächlich wird es Zeit, an mich zu denken, etwas mehr für mich zu tun und wieder darauf zu achten, dass ich mich in meiner Haut wohlfühle!

Ja sicher, so ganz aus dem Leim gegangen bin ich nicht, aber wenn ich in den Spiegel gucke, dann schaut mich eine fremde Frau an! Alt bin ich geworden, grau sowieso schon und nun auch angejahrt. Das mag ich mir nicht zugestehen. Das erinnert mich an meinen Vater. Das erscheint mir als Makel – ich muss was tun! Da kommt mir die Freizeit der Junioren gerade recht, ich kann ein bisschen nachdenken ohne immer an andere denken zu müssen. Eventuell kann ich meine Garderobe aufstocken, ein bisschen chicer machen, nicht mehr nur quadratisch, praktisch, gut! Bisschen Pep rein – in alle Kleidungsstücke. Sorgfältiger auswählen und nicht nur morgens in den Schrank greifen, das erstbeste herausziehen und anziehen…

Es wird Zeit, ich bin eine Frau und kein Neutrum. Jünger werde ich nicht, aber wenn ich mich selbst besser pflege – in jeder Hinsicht – vielleicht sehe ich dann jünger und wenn nicht jünger, dann wenigstens frischer aus – vielleicht geht ja jemand mit mir Klamotten kaufen? Aber – ihr merkt, ich kann gut ABER – aber an den Klamotten liegt’s eigentlich nicht. Eher an der inneren Einstellung!

nur ein Fragment

In der Lebenslotterie
haben wir das Chancenlos
gezogen
ganz unverhofft
– so nebenbei

©petra ulbrich

 

Alles ist surreal. Ich schwebe. Falle. Bete. Fahre das Auto durch die Waschanlage. Atme ein und atme aus – immer automatisch. Ein. Aus. Ein. Aus.

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21:13:42: Es ist Abend und alles ist gut!

und eine Stippvisite

Sie wollen uns nicht! Alle drei dürfen wir nur in die Notaufnahme. Dort müsste ich mich dann teilen. Mit dem einen Teil dableiben, beim Kerle – mit dem anderen Teil nach Hause fahren, mit dem Töchting. Da hilft kein noch so vieles reden, keine Argumente, noch nicht einmal Tränen. Warten wir die Infusion ab und fahren wieder.

Denk ich an Deutschland in der Nacht,
Dann bin ich um den Schlaf gebracht,
Ich kann nicht mehr die Augen schließen,
Und meine heißen Tränen fließen. […]
Heinrich Heine

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