Kategorie: Gedanken

lebt der noch?

Wie fange ich an? Wenn ich erzähle, dass unser gestriges Weihnachtskonzert wieder einmal großartig war und ich so gerne hätte mitsingen wollen, dann ist das erstens untertrieben und zweitens ganz schön maßlos. Denn meine Stimme ist völlig aus der Übung! Auch zu erzählen, dass ich dort eine ehemalige Helferin getroffen habe, ist total egal. Wirklich, diese Frau ist mir inzwischen gleichgültig. Sie darf ihre Nächstenliebe gerne an andere verschenken.

Aber warum diese Überschrift?
Letztens habe ich jemanden von der Junioren ihrer Augenbehinderung erzählt. Dieser Mann war schockiert und meinte: „Carsten hebt auch jedes Mal den Finger, wenn was Blödes zu verteilen ist!“ Er erzählte von seinem Freund, einem Arzt in der Kinderklinik, mit dem hatte er sich letztes über den Kerle unterhalten und der Arzt ließ eben diese Frage fallen. Vor sehr vielen Jahren hatte Carsten die Prognose, dass er kein Jahr alt wird. Denn revidierten sich die Ärzte: „Na ja, wenn er zehn wird, dann ist das eine Leistung!“ Im Januar wird der Kerle fünfzig! Der Mensch mit dem ich gesprochen habe, meinte dann, dass er seinem Freund gesagt hat: „Carsten wird dich überleben. Der kleine Mann ist hart wie Kruppstahl.“ Mich hat diese Unterhaltung wieder einmal aufgewühlt. Das Leben ist nicht berechenbar – und noch leben wir. Lasst es uns leben!

Gedankenkuddelmuddel

Was eine Familie/Gesellschaft ausmacht, ihr Gehalt und Tiefe gibt, ist die bedingungslose, vorbehaltlose Liebe meines Herzens zu den Anderen. Es kommt drauf an, ob ich es schaffe, zugewandt zu bleiben. Nichts einfordern. Nichts haben wollen. Nur geben. Mich selbst voll und ganz geben. Damit sage ich nicht, dass ich nichts brauche. Aber in diesem Moment ist etwas anderes dran. Mein Herz braucht im Augenblick, wenn ich etwas verschenken will, nichts davon zu wissen. Mein Herz verschwendet keinen Gedanken an mich.

Sicherlich passt das für die anderen Bereiche meines Lebens auch. Ich spüre, es geht ums Ganzsein, ein großes Ganzes eben. Für die Junioren, für eine Arbeit, für eine Aufgabe, für das Gegenüber. Im Augenblick des Tuns ganz sein und ganz handeln. Ganz zugewandt sein. Ungeteilt. Ungeteilt aufmerksam. Wach. Zuversichtlich. Aufrichtig. Entschieden, das zu tun, was zu tun ist.  Das entwickelt inneres Kuddelmuddel zu einem wunderbaren Ganzen. Löst es, im Einklang mit sich selbst. Das alles ist nur möglich durch die Kraft der Liebe.

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