Kategorie: Gedanken

Feldenkrais

Dass die Bauchschmerzen jeden Morgen kommen und erst, wenn überhaupt, am späten Nachmittag verschwinden, daran habe ich mich gewöhnt. Scheint das doch ein Teil meiner Persönlichkeit zu sein. Ob Beruhigungstabletten, Tees etc. pp. wirken, daran zweifle ich – ist doch das alles auch schon ausprobiert worden. Feldenkraisübungen stehen ab sofort wieder täglich auf meiner Agenda. Feldenkrais beruht auf der Annahme, dass die meisten Menschen in bestimmten Situationen immer wieder die gleichen Bewegungsmuster vollführen. Das Gehirn hat gelernt, diese Bewegung automatisch abzurufen. Leider gilt das auch für ungesunde Bewegungsabläufe und Fehlhaltungen – und da ich leider immer den Nacken einziehe, wegducke und den Bauch verkrampfe, möchte ich mit diesen entspannenden Techniken mehr und mehr zur Ruhe kommen und gleichzeitig fitter werden. Vor Jahren habe ich Feldenkrais entdeckt – es hat mir immer gutgetan. Schon dieses kleine ‚machen‘ gestern und heute war wohltuend.

Überhaupt will ich meine wiederkehrenden Muster aufbrechen. Sicher, manches kann ich nicht ändern – will ich auch nicht, aber ich möchte nicht mehr so abhängig von einem bestimmten Menschen sein. Möchte nicht, dass jemand Macht über mich besitzt.

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QiGong möchte ich dennoch nicht missen. Obwohl die Philosophie dahinter nicht so ganz die meine ist. Vielleicht muss ich tatsächlich loslassen. Aber genau das fällt mir schwer. Loslassen, ohne zu wissen, was danach kommt! Wissen, Wissen ist Macht – und die Macht über mich möchte ich zurück!

einmal Krankenwagenfahrt und zurück

Aufregend war der Vormittag – sehr aufregend.
Mit geplatzten Ballon vom PEG-Button. Dieser ist dann rausgefallen.
Mit ängstlichem Töchting, weil ihr Bruder nun keine Nahrung mehr direkt in den Bauch kriegen kann.
Mit Muffensausen meinerseits, als ich den defekten Button wieder in den Kanal geschoben habe.
Mit einem RTW, der unverrichteter Dinge wieder weggefahren ist, weil er kein Sicherheitssystem für so kleine Menschen hatte.
Mit den zwei netten Rettungs-Frauen, die den Kerle und mich ins Krankenhaus gefahren haben.
Mit einer überforderten Notaufnahme.
Mit der zickigen Sekretärin in der Gastro-Ambulanz.
Mit dem supernetten Oberarzt, der mir vergewissert hat, dass ich alles richtig gut gemacht habe.
Immer noch mit den zwei kompetenten Rettungssanitäterinnen, die uns währenddessen nicht alleingelassen und uns sicher wieder nach Hause gebracht haben.

Welche Szenarien sich in des Kerles Kopf und dem des Töchting abgespielt haben, kann ich nur annähernd nachempfinden. Meine mag ich nicht erzählen, denn nebenbei konnte ich bei einem (für mich) wichtigen Online-Portal mein Passwort nicht mehr eingeben, geschweige denn zurücksetzen. Töchting hatte einen anderen sehr neuen Aushilfsfahrer für die Werkstatt, der außerordentlich unsicher ist. Der Kerle wollte einen bestimmten Spielzeugkrankenwagen mitnehmen – und ich habe den nicht gefunden…

… jetzt erst mal einen Flat White – ich bin platt!

Gute Nachtengel

Der Engel sitzt auf dem Schiff, das weiß ich. Auch wenn ich ihn natürlich nicht sehe. Das Schiff ist viel zu weit weg. Und ob man einen Engel sehen kann, ist sowieso nie ganz sicher. Mal ist er sichtbar, mal nicht. Aber sicher bin ich, dass er winkt. Weil ich das an einem Tag wie diesem brauche. An dem alles wie nichts ist. Obwohl die Sonne scheint. Obwohl der Strand noch leer ist und obwohl es wirklich schlechtere Orte gibt als diesen hier. Der Engel winkt, weil ich nicht vergessen soll, dass da draußen die Welt ist, und dass dieser Fluss mittendurch fliest. Und dass am Ende des Flusses das Meer liegt, und dass dahinter wieder ein Ufer kommt, an dem ein anderer Mensch sitzt und in die Ferne schaut. Und dass unsere Blicke sich treffen, irgendwo in der Mitte.

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