Den Kerle gewendet, das Töchting zurück ins Bett geschoben – wie jede Nacht! Die Beiden schlafen selig und ich bin hellwach. Meine Nase juckt, das ganze Gesicht juckt, die Lunge pfeift und hundemüde bin ich. Zu müde, um wieder einzuschlafen.
Die Lüftung der Kühlkammer ist angesprungen und rumpelt. Die Feuerwehr rückt ohne Blaulicht aus – mich würde es nicht stören, ich bin wach. Die anderen Nachbarn vermutlich ebenso nicht, sie schlafen.
Straßenlaternen sind ausgeschaltet und Sterne leuchten den Nachtschwärmern den Weg. Meine Füße tappen in die Küche und treten auf Salzstängelchen. Der Rest Cola schmeckt abgestanden – hier verkommt nichts, ich kipp‘s runter und der Zuckerschock bleibt aus.
Zurück im Bett zuckt der rechte große Zeh und mit ihm das komplette Bein – es ist kalt. Ob ich noch mal warm werde und die Augen endlich zufallen?
Heute sagte, mitten auf der Straße(!), ein Mann zu mir: „Sie strahlen so schön! Sie werden noch viele Herzen erobern.“ Beinahe wäre ich in Tränen ausgebrochen vor Dankbarkeit, weil ich genau das heute gebraucht habe.