Kategorie: Gedanken

schlaflos im Dorf

Den Kerle gewendet, das Töchting zurück ins Bett geschoben – wie jede Nacht! Die Beiden schlafen selig und ich bin hellwach. Meine Nase juckt, das ganze Gesicht juckt, die Lunge pfeift und hundemüde bin ich. Zu müde, um wieder einzuschlafen.

Die Lüftung der Kühlkammer ist angesprungen und rumpelt. Die Feuerwehr rückt ohne Blaulicht aus – mich würde es nicht stören, ich bin wach. Die anderen Nachbarn vermutlich ebenso nicht, sie schlafen.

Straßenlaternen sind ausgeschaltet und Sterne leuchten den Nachtschwärmern den Weg. Meine Füße tappen in die Küche und treten auf Salzstängelchen. Der Rest Cola schmeckt abgestanden – hier verkommt nichts, ich kipp‘s runter und der Zuckerschock bleibt aus.

Zurück im Bett zuckt der rechte große Zeh und mit ihm das komplette Bein – es ist kalt. Ob ich noch mal warm werde und die Augen endlich zufallen?

kein weisender Zeigefinger …

… und schon gar kein erhobener Mittelfinger!

Was will uns die Person mitteilen, wenn sie uns – wenn auch nur symbolisch – den Mittelfinger zeigt? Was bedeutet das überhaupt? Woher kommt diese Geste? Ich musste erst einmal nachschlagen – auch in Zeiten des Internet sage ich noch nachschlagen, obwohl ich längst Suchmaschinen in Anspruch nehme.

Die Einleitung in Wikipedia sagt: Als Stinkefinger bezeichnet man umgangssprachlich eine häufig obszön aufgefasste Geste, bei der eine mehr oder weniger geschlossene Hand mit ausgestrecktem Mittelfinger einer Person oder einer Gruppe entgegengestreckt wird. Sie kann eine Beleidigung darstellen und als Ehrdelikt strafrechtlich geahndet werden. Im Deutschen wird die Geste, die im Englischen zumeist schlicht „the finger“ heißt, als „Stinkefinger“ bezeichnet. Der Duden nahm den Begriff erstmals 1996 auf und definiert ihn als „hochgestreckter Mittelfinger, der einer Person – mit dem Handrücken auf sie zu – gezeigt wird, um auszudrücken, dass man sie verachtet, von ihr in Ruhe gelassen werden will“.

Ist es auch eine strafbare Handlung innerhalb einer Familie? Sicherlich nicht! Aber beleidigend allemal.

Mir geht ein Geschwisterkind dermaßen auf den Keks – die anderen allerdings auch, aber lange nicht so sehr – dieses Geschwister meint, nicht höflich den anderen gegenüber sein zu müssen. Es pöbelt, das es schon lange nicht mehr schön ist. Die anderen Geschwister sagen/schreiben lieber nichts – und das finde ich mindestens genauso unhöflich. Okay; keine Antwort ist auch eine Antwort – ich glaube, ich werd’s demnächst genauso machen.

Aber eins sag ich euch; meine Tür ist immer offen – für jeden von euch – jederzeit!

heute

Heute sagte, mitten auf der Straße(!), ein Mann zu mir: „Sie strahlen so schön! Sie werden noch viele Herzen erobern.“ Beinahe wäre ich in Tränen ausgebrochen vor Dankbarkeit, weil ich genau das heute gebraucht habe.

 

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