Kategorie: Behinderung

man darf es nicht

Ich weiß, man darf niemanden etwas vorwerfen – schon gar nicht, dass er/sie hilflos ist. Aber seid ihr es etwa nicht? So gar keine Empathie tut schon weh. Ich bin sehr traurig. Ist es wirklich egal, ob die Junioren in die Freizeit gehen können oder nicht? Ist es wirklich egal, ob ich ein bisschen Entlastung bekomme oder nicht? Oder stumpfe ich euch mit meinen Beiträgen so ab?

Ich möchte wirklich niemanden beschimpfen oder beschämen, aber ganz ehrlich, als persona non grata behandelt zu werden – so scheint es mir – ist nicht schön und tut sogar körperlich weh. Dabei stehe ich mit meinen Empfindungen gewiss nicht alleine da.

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Sehr viele pflegende Angehörige, insbesondere Mütter, stehen Tag für Tag am Ende ihrer Kräfte. Sie gieren nach Entlastung, und wenn diese schon nicht kommt, nicht kommen kann, dann wenigstens nach Anerkennung ihrer Leistungen, die die meisten Angehörigen klaglos und aus vollem Herzen bringen.

Sieh dir diesen Instagram-Beitrag von @dieallerkleinstetalkshow  (es ist sehr schade, dass die Tonqualität außerordentlich miserabel ist) an. Ähnlich gefrustet bin ich nämlich auch – anders zwar und leider kann ich mir das, was Raúl kann, nicht erlauben.

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Bestimmt tue ich mal wieder einigen von euch unrecht, aber das ist mir egal. Kann nämlich auch völlig empathielos sein – das sagt man ja den Menschen im Autismus-Spektrum nach.

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Was mich am meisten schmerzt ist, dass meine Geschwister so gar keine Reaktion zeigen.

Steine pflastern

Jetzt habe ich die Steine, die mir/uns im Weg liegen gepflastert – vielleicht hilft es!

Die Junioren wollen eine Reise machen – Ende August – und jetzt fällt der Behinderten-Organisation auf, dass nicht genügend Betreuer vorhanden sind. Ich würde mitfahren, aber auch so fehlen immer noch mindestens 2 weitere Personen. Die Enttäuschung von Carsten und Wiebke wäre gigantisch wenn die Reise ausfällt. 

Ganz ehrlich, mir ist mal wieder kotzübel …

positiv denken

… oder lass uns über Pflege reden!

Das Gras ist nicht anderswo grüner. Das Gras ist grüner, wenn du es gießt!

Ich bin keine Journalistin, bin auch nicht objektiv, bin Betroffene und pflege seit fast 50 Jahren. Da kann es schon mal passieren, dass mein Reden depressiv-pessimistisch klingt. Ich hoffe sehr, dass hier jedem klar ist, dass ich diese Lebensaufgabe sehr gerne, mit viel Hingabe und Liebe mache. Den Junioren geht’s gut, und somit bin auch ich zufrieden. Wenn auch manchmal sehr erschöpft. Aber das liegt gar nicht einmal an der Arbeit an sich, eher an der mangelnden Wertschätzung. Eigentlich ist es so, dass mir diese Wertschätzung – denn sie ist ja zu großen Teilen vorhanden – nicht signalisiert wird und ganz wenige Menschen – okay, ich falle wieder in dieselbe Leier – gucken, fragen und zupacken. 

Im Steine-Kommentar habe ich sinngemäß geantwortet, dass ich viel zu tun hätte, die Steine alle anzumalen, die im Weg liegen. Schön wär‘s doch, es würde mir jemand dabei helfen! Kann man nicht gemeinsam das Gras gießen, dass es grünt?

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