Schlagwort: Fassade

als ich Kind war

Auf dem Bild bin ich ca. fünf Jahre alt und auch damals schon war ich diejenige, die andere motivierte, die darauf achtete, dass es anderen gut ging. Als Kind fand ich es schön gelobt zu werden, für schöne Dinge, für gute Leistungen, für vorbildliches Benehmen, für sittsames Verhalten und fürs Bravsein. Als sich das änderte, wurde ich nicht mehr gelobt, wurde für Sachen bestraft, die ich nicht getan habe. Aber weil ich niemanden verpetzen wollte, nahm ich das hin, schwor mir aber, dass ich selbst niemals ungerecht handeln würde. Geht gar nicht! Das habe ich bitter erfahren. Dennoch spielt mir mein Gerechtigkeitssinn immer noch heftige Streiche, macht mir Bauchschmerzen, wenn zum Beispiel meine Junioren ungerecht behandelt werden. 

Warum schreibe ich das? Weil dieses Mädchen auf dem Bild wieder rausmuss – an die Öffentlichkeit, nicht mehr verkrochen Daheim herumsitzen. Einfach leben soll! Es ist doch jeder wert, gesehen zu werden.

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Wollt ihr dem Mädchen einen Wunsch vom Zettel erfüllen? Oder kommentiert deren Gedanken, denn viel lieber als alle Likes der Welt, mag ich echte Kommentare!

Lydie Auvray – eine Meisterin im Akkordeon spielen. Wenn ich in dieser Stimmung bin, in der ich gerade bin, dann höre ich gerne wehmutsvolle Lieder. Runterziehen lasse ich mich von einem Streit, der längst Vergangenheit ist, der aber immer noch in mir schwelt – das tut nicht gut, gar nicht gut.  So zappe ich mich durch meine melancholischen Lieder, schreibe Schauergeschichten, denen es leider an Hand und Fuß mangelt und habe ein Vermissen in mir, dass das Herz zerreißen lässt.

Alltagsgeschichten

Samstagvormittag oder norddeutsch: Sonnabendvormittag – alles geht ein bisschen gemächlicher. Der Kerle trinkt seine Aufbaunahrung im Bett und legt sich gleich wieder seinen Elch auf den Kopf. Das Töchting will nicht nicht aufstehen und auch nicht nicht baden. Sie planscht in der Wanne während ich auf dem Rattanstühlchen hocke und ihr zugucke, zugucken soll, damit sie nicht alleine ist und einsam. Zwischendurch singe ich Quatschlieder, die wenig goutiert werden. Stattdessen mokiert sie, dass ihr Pony viel zu lang ist, ich aber von der Hauptlänge keinen Millimeter abschneiden darf. Aus dem Kerlezimmer krächzt es inzwischen und der Rennsportzirkus ist eröffnet. Auf dem Tablet wird auch um jeden Millimeter gekämpft. Hamilton & Co rasen immerfort ihre Runden. Wiebkes Wasser plätschert – frisches warmes Wasser wird nachgefüllt. Meine Kaffeetasse ist auch leer! 

Manch einer mag unser Leben langweilig nennen – ich empfinde es teilweise ebenso. Zu gerne täte ich einen Ausflug machen – irgendwohin, wo man was erleben kann. In einen Zoo vielleicht. Mal schauen, möglicherweise irgendwann einmal …

Guten Morgen und einen Tag nach euren Vorstellungen wünsche ich euch allen!

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