Schlagwort: Behinderung

was Schönes

Das muss ich erzählen! Ich habe zwar großes Lehrgeld bezahlt und so richtig konnte mir die nette Frau auch nicht helfen, weil ich im Vorfeld eine ganze Menge verbockt habe, aber diese Gesprächspartnerin konnte mich voll umfassend verstehen. Das alles, weil ich meinen Mut zusammengenommen und mich als Mensch im Autismusspektrum geoutet habe. Sie ist nämlich selber Asperger-Autistin und so konnte ich endlich mal so reden, wie mir auch tatsächlich zumute war. 

Zuhause habe ich mich hingesetzt und noch einmal gründlich nachgedacht, meine zweitbeste Lösung des Problems – die erste funktioniert ja wegen meiner Ungeduld und Fehler nicht – mit der bin ich nun auch zufrieden. Drückt mir die Daumen, dass der Plan auch so klappt, wie ich ihn mir ausgedacht habe.

knapp über Null

Brr, ist das kalt – und doch ist der April im Mittel wahrscheinlich wieder zu warm. Hellblauer Himmel und Bauchbrummeln!

Am Wochenende habe ich mit anderen Eltern gesprochen. Diese haben zwar ganz andere Voraussetzungen als ich und ihre Kinder sind in der Regel nicht geistig behindert, aber Angst haben sie trotzdem: vor Ausgrenzung, Anfeindungen, vor der Zukunft, davor, wie ihre Kinder angestarrt werden und sie ihnen das Selbstbewusstsein beibringen können und die Selbstbehauptung. Wir haben uns über Krankenhausaufenthalte unterhalten und darüber, dass manche unserer Kinder nur mit PEG-Sonde überlebt haben. An sehr vielen Gesprächen konnte ich mich nicht beteiligen – wenn‘s zum Beispiel über Berufe ging, oder wie sie (die Kleinwüchsigen) ihren Führerschein gemacht haben und den Umbau ihres Autos finanzierten. Wir haben über Beinverlängerungen geredet und darüber ob es sinnvoll ist, auch die Arme zu verlängern!? Dann habe ich die Babies der ehemaligen Kinder bewundert und mich mit ihnen sehr gefreut- – Meine Grundangst nicht dazuzugehören ist nie ganz weggegangen,  diese Stimmung lag unterschwellig immer im Raum, denn auch viele andere Teilnehmer hatten Hemmungen Carsten und Wiebke anzunehmen. Auch unter behinderten Menschen gibt es eine Rangordnung! Zum Glück stört das Carsten wenig, aber wenn sich gleichaltrige abends im Gewölbekeller treffen, dann ist er nicht dabei, weil: „Wir wissen ja nicht was wir mit ihm reden können und wir haben doch auch ganz andere Themen.“ Der Rollstuhl ist das Hindernis, sagen sie und meinen des Kerles kognitiven Verstand. 

Es war eine gute Zeit …

ausgecheckt

Heute Nachmittag haben wir ausgecheckt und sind schon wieder daheim. Familienfreizeiten sind schön anstrengend. Mein Töchting sagte im Auto, gleich nachdem wir das Ortsschild hinter uns gelassen hatten: „Es war schön in Pappenheim!“

17:57 Uhr – eine wohlige Müdigkeit breitet sich aus. Die Junioren sind beide still geworden, der Kerle vermisst seine neuen alten Freunde, ich denke an belanglose Gespräche, aber auch an sehr intensive, die neurodermitische Haut der Tochter und meine ist aufgekratzt und Carsten hat den weisen Ratschlag, es doch mal mit Creme zu versuchen… Wiebke konnte nicht darüber lachen!

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