Seit 22:00 Uhr ist der Kerle mal wieder mit Freifahrtschein unterwegs. Diesmal ins heimische Krankenhaus und diesmal ist es mir nicht möglich, ihm hinterherzufahren, denn das Töchting hat noch nicht geschlafen. Als sie das endlich tat, haben meine Beine gezittert wie Espenlaub, ich habe mir verboten, Auto zu fahren. Wer weiß, welchen Zaun, Baum oder ähnliches ich umgefahren hätte.
Der tapfere kleine Mann musste alleine in die Notaufnahme. Das gleiche Spiel wie am 2. Juni, die gleichen Symptome – Erbrechen, Brustschmerzen mit Stechen zwischen den Rippen und dem linken Schultergelenk. Die Notfallsanitäterin vermutet (wie ich auch) ein Rezidiv. Carsten hat starke Schmerzen und er ist nun schon sehr lange weg. Meine Unruhe steigt ins Unermessliche. Ich habe keine Telefonnummer, an die ich mich wenden kann. Eigentlich warte ich darauf, dass sie Carsten wieder bringen, aber nichts geschieht.
Inzwischen bin ich hundemüde, kann aber nicht schlafen. Das Kopfkino rattert. Wann hört das endlich auf? Wann ist mal genug? Wer will mich testen? Naja, der verliert! Wenn es um meine Kinder geht, werde ich Löwin. Die Ungewissheit macht mir dennoch Angst. Dass ich nichts machen kann, lässt mich verzweifeln. Mein Käfig ist klein, ich renne an den Gitterstäben entlang. …
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09:04 am nächsten Morgen: der Kerle ist ca. 04:00 Uhr heimgebracht worden. In bester Laune, schäkernd mit den Sani-Fahrerin, aber auch mit einem Rippenbruch.
Das Töchting ist hellwach, ich könnte im Stehen einschlafen, der Kerle liegt und pennt.
7. Juni 2026 05:55 — 5:55
Oh wie furchtbar das ist, nicht zu wissen was los ist, was man mit dem liebsten macht, wie es ihm geht. Ich hoffe, du hast mittlerweile was gehört und es ist so weit alles in Ordnung! Kat.
7. Juni 2026 06:42 — 6:42
Hoffentlich ist er in der Zwischenzeit zurück oder du wurdest zumindest informiert.
7. Juni 2026 09:24 — 9:24
Um Gottes Willen, was für eine Nacht. Alles erdenklich Gute für euch. Sind das Auswirkungen vom Unfall im Urlaub? Ich hoffe, du kannst heute noch etwas zur Ruhe kommen.
7. Juni 2026 10:14 — 10:14
Wenn ich das lese, bin ich wieder einmal mehr als dankbar für mein vergleichsweise langweiliges Leben. Euch alles Gute!
7. Juni 2026 11:17 — 11:17
Ach je – ein Rippenbruch ist hochgradig unangenehm und sehr schmerzhaft.
Es ist aber gut das dein Sohn noch in der Nacht wieder nach Hause gebracht wurde.
Ich wünsche dir, das du heute wenigstens etwas Ruhe findest um deinen verlorenen Schlaf nachzuholen.
7. Juni 2026 23:33 — 23:33
Dann wünsche ich der Rippe und dem Kerle schnelle Besserung.
Gebrochene Rippe aua.
8. Juni 2026 15:52 — 15:52
Puh…hier bin ich grad sprachlos…
Gute Besserung weiterhin für Carsten!!!
Ganz liebe Grüße
Anne
8. Juni 2026 23:22 — 23:22
Schön, dass das Zittern und Bangen nun ein Ende hat.
Alles Liebe euch dreien. ❤️
9. Juni 2026 07:04 — 7:04
Schön wäre es, wenn das Zittern und Bangen ein Ende hätte. In diesem Fall vielleicht, aber das Leben geht ja weiter …
10. Juni 2026 10:58 — 10:58
Das ist so natürlich und das weiß ich und verstehe es. Ich meinte ja auch diesen Fall, diesen Moment, und dass es gut ausgegangen ist.
10. Juni 2026 14:52 — 14:52
Als ich mit dem Lesen fertig war, fiel mir auf, dass ich die ganze Zeit die Luft angehalten hatte, so hautnah hast Du erzählt wie es sich anfühlt zu warten, die Qual solcher Art von Ohnmacht.
Es ist gut, dass er guter Dinge trotz Rippenbruchschmerzen nach Hause kam. Tapferer Carsten!
Kein Wunder, dass Du abnimmst. Sowas geht an die Substanz.
Ich bin grad rührig in Sachen Pflegereform, das treibt mich sehr um und ich suche nach Wegen zu protestieren. Immerfort denke ich dabei auch an Euch drei. Sogar auf eine Demo würde ich mich trauen, wenn es um ein Lautwerden besonders in dieser Sache geht.
Liebe Grüße zu Euch
Amélie