Kuddelmuddel

der Kran steht still

Die Welt steht still. Nichts geht mehr. Wenn auf einer Baustelle das wichtigste Gerät ausfällt, dann können die Bauarbeiter nach Hause gehen. Gestern war das der Fall. Gestern turnten Kranarbeiter in 30 m Höhe, ohne gesichert zu sein auf dem Ausleger und versuchten das Kabel wieder in die Schiene zu bugsieren. Schon beim Zusehen war mir schwindlig.

Auch meine Maschine läuft gerade überhaupt nicht rund – ich bin es leid, deswegen zu stolpern. Es wird Zeit, dass ich ‚in die Spur komme‘! Noch immer weiß ich nicht, was ich morgen mache. Die Junioren dürfen ausspannen – es sei ihnen von ganzem Herzen gegönnt! Ich möchte auch wegfahren, traue mir aber in meinem momentanen Zustand keine weite Fahrt zu. Auch heute Morgen habe ich nicht nur ein bisschen gespuckt. Mein Körper rebelliert!

Halt die Welt an, stopp die Zeiger der Uhren und gib mir Zeit, zu mir zu kommen – ich muss doch endlich den Ereignissen folgen können und nicht immer nur hinterherlaufen!

Veröffentlicht von piri

✨ In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschafft habe, anzuschauen. Dann geht's wieder. ✨

7 Gedanken zu „der Kran steht still“

  1. Wechselweib sagt:

    Ich finde nicht, dass du jetzt so schnell wie möglich wieder in die Spur kommen musst. In so einem Fall darf man ruhig eine Weile von der Rolle sein …
    Nimm dir Zeit für dich …

    1. piri ulbrich sagt:

      Ja, genau das will ich und ich möchte so gerne wegfahren – habe aber nicht die Kraft dazu!

  2. Paula sagt:

    Trauer braucht Zeit, viel mehr Zeit als ein paar Tage…

    1. piri ulbrich sagt:

      Ja, du weißt das und du kannst mich auch verstehen. Danke!

  3. christine b sagt:

    meinst du mit wegfahren, dass du vor hast ev. zur beerdigung deiner mutter zu fahren?
    oder nur mal für dich so wichtigen tapetenwechsel während deine junioren ev. in urlaub fahren? falls es letzteres wäre, vielleicht noch 2 ruhe- und schlaftage zuhause machen und dann nicht weit fahren, vielleicht nur an den nächsten see? irgendwohin wo du dich ausrasten kannst?
    alles gute petra!

    1. piri ulbrich sagt:

      Natürlich fahren wir – die Junioren wollen das auch – zur Beerdigung. Das ist selbstverständlich und uns ein großes Bedürfnis. Nein, ich wollte Urlaub machen und eine Freundin besuchen fahren. Das schaffe ich nicht, es wäre eine weite Fahrt und dazu fehlt mir die Kraft. Dabei hatte ich mich so gefreut!

  4. christine b sagt:

    so schade ist das petra, aber du hast recht, schwach diese fahrt anzutreten bringt auch gar nix. aufgeschoben ist nicht aufgehoben.
    liebe grüße

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