Behinderung, Familie, Gedanken, Gedanken, Junioren, pflegende Angehörige, traurig sein

Sonnabendsfrüh

Bauchgegrummel und diese schmerzende Schulter — aber nur, wenn ich sie bewege! Und doch ist mir sehr klar, dass ich gut dran bin. Aber ich kann und will es mir nicht erlauben Alterszipperlein zu entwickeln. So fit, wie ich sein möchte, bin ich allerdings nicht. Da ist meine Bequemlichkeit vor und die wenige Disziplin mich körperlich zu schinden. Jetzt, in dieser Pandemiezeit — es soll keine Entschuldigung sein — finden keine Sportgruppen statt. Nicht, dass ich vorher regelmäßig in solchen war. Jetzt hat mein innerer Schweinehund noch mehr Futter! Zum Glück ist mein Rücken stark…

Ein Wochenende steht an. Eins, in dem hoffentlich der Kerle nicht kotzt. Ich weiß nicht, was wieder ist! Wir sind alle in Habachtstellung. Vor Corona hätte ich sie mir geschnappt und wäre weggefahren — schwimmen vielleicht oder in ein Kunstmuseum. Heute gestaltet sich das unglaublich schwer und nur mit großer Vorausplanung. Ich wünschte, es würde mir jemand diese abnehmen!*

*

Ist das eigentlich jammern auf hohem Niveau? Das ist mir vorgeworfen worden — ich solle endlich aus meiner Lethargie ausbrechen …

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Du bist nicht müde, sondern gelangweilt

Das sagt Anastasia Umrik  – und ich kann ihr nur voll und ganz zustimmen! Vielleicht doch nicht ganz voll und ganz, aber im größten Teil.

Deine Freunde und vielleicht sogar der Mensch, mit dem du zusammen bist, ist auch am Pennen, ebenfalls gelangweilt bis zum geht nicht mehr.

Sie ist brutal ehrlich und wir alle sind phlegmatisch und aufs höchste gelangweilt – es wird Zeit, dass wieder etwas passiert, ein bisschen mehr Aktion in unser Leben kommt und wir alle miteinander mehr tun. Es muss mehr Input kommen, wir müssen mehr nachdenken müssen, uns mehr bewegen und uns eventuell auch einmal öffentlich blamieren. Dann sind wir nicht so gelangweilt und für Traurigkeit bleibt kaum Platz! Denn, das echte Leben ist bei uns allen zu kurz gekommen …

 

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reingefallen

Ich weiß nicht, warum ich immer wieder darauf reinfalle! – Erst wollte ich ein Fragezeichen schreiben, dann wurde es doch ein Ausrufezeichen! – Immer und immer wieder glaube ich an das Gute im Menschen. Ich hoffe immer sehr, dass nicht nur gesagt, sondern dass es auch getan wird. Hoch und heilig versprochen und dann nicht gehalten! Sätze, die so oder so ähnlich sind.

  • ich helfe dir bestimmt
  • ich komme dann und dann
  • ich besorge dir dies und das
  • ganz bestimmt werde ich das nicht vergessen
  • ich rufe dich an
  • gleich, sehr bald sage ich dir, was Sache ist
  • morgen kannst du auf mich zählen
  • .
  • .

Und dann, passiert nichts. Nothing. Niente. Nix!  Manchmal vielleicht eine (gerade noch rechtzeitige) Absage, aber oft geschieht einfach nichts. In mir fängt es an zu grummeln, ich fühle mich veräppelt, hereingelegt und ich zweifle an mir. Zweifle, ob ich nicht irgendwie falsch gehandelt habe oder Signale gesendet habe, dass mir das nichts ausmacht. Dabei wirft mich dieses Unbestimmte, nicht greifbare ziemlich aus der Bahn. Kommuniziert habe ich das schon immer, habe oft genug gesagt, dass ich lieber mit einer klaren Absage, als mit einer vagen Aussage umgehen kann.