Behinderung, Familie, Familie, Gedanken, Gedanken, Junioren, Kuddelmuddel, Kuddelmuddel, pflegende Angehörige, traurig sein, Unruhe

denkste

Alles ist gut? Nee, nicht wirklich. Gut war der Start in den Tag – kein meckern und meutern, angespannte Vorfreude. Vorfreude? Die Junioren jedenfalls sind enthusiastisch in den Tag gestolpert. Ich hatte Bauchweh. Ich habe immer Bauchweh. Etwas so, wie andere Leute Rücken haben. Mein Muffensausen ist jedenfalls außerordentlich heftig. Ich weiß nicht, was passiert. In der Werkstatt passiert. Die Erzählungen der Junioren sind widersprüchlich – was kann ich glauben? Dass sie gut aufgehoben sind, weiß ich. Allerdings kotzt Carsten wieder und isst noch weniger.

Manche meiner Ängste sind sehr real, aber nicht alle sind greifbar. Mir hat heute mein Doc gesagt, dass ich immer noch krank bin, immer noch Lungenentzündung habe und dass mein Geist (so hat er es nicht gesagt) aber dass meine Psyche noch sehr hinterherhinkt und ich wieder einmal nicht, wie schon nach dem Tod meines Mannes die Zeit habe, das zu verarbeiten. Ich soll nur im Moment sehr aufpassen, dass ich nicht auch noch körperlich krank werde. Von meinem Knubel unterm Fuß und denen in den Handflächen habe ich nichts erzählt. Und das mit dem Haarausfall hatte ich während der Sprechzeit völlig verdrängt.

Carsten und Wiebke gehen in die Werkstatt – ein paar Stunden am Tag. Eine sehr willkommene Abwechslung und ich falle. Ich funktioniere wieder gut und an diese Bauchschmerzen, die keine körperlichen Ursachen haben, werde ich mich wohl auch noch gewöhnen.

Behinderung, Gedanken, Gedanken, Junioren, Kuddelmuddel, Kuddelmuddel, pflegende Angehörige, traurig sein, Unruhe, Urlaub

Nebel

Innen und Außen

Meine morgendlichen Bauchschmerzen sind wieder da, waren nie wirklich weg und mein schlechtes Gewissen, quasi jedem gegenüber, pocht. Es ist nicht rational, es ist nicht zu erklären. Während ich krank war, hatte ich das nicht! Ich bin auch gerade furchtbar neidisch auf Menschen, die jetzt in Urlaub fahren. Neid trifft es aber so gar nicht – ich gönne es, ich möchte nur auch. So schön, wie es hier ist, so gemütlich, wir es haben, so sehr möchte ich mit meinen Kindern mal wieder das Meer sehen – nicht nur den winzigen See vom Dorf …

Behinderung, Familie, Familie, Gedanken, Gedanken, Junioren, pflegende Angehörige, Sommer, traurig sein

mag sein


…, dass es heute den ganzen Tag regnet. Es ist okay, solange es nicht schüttet und die Erde wegschwemmt. Der Wind, oder gar ein Sturm, macht mir nichts aus. Ich mag es am Fenster zu sitzen und hinauszublicken, am liebsten mit Carsten an meiner Seite. Dann erzählen wir uns gegenseitig Geschichten und der Kerle redet davon, wohin er reisen möchte. Ganz wehmütig wird mir dann immer, weil ich leider alleine nicht mit ihnen verreisen kann.

Dieser Sonntag beginnt besinnlich, mit einer Kaffeetasse in meiner Hand und einer Kakaotasse in des Kerles. Wiebke trinkt seit jeher aus der Glasflasche mit Trinkschnute und sie kann keine fünf Minuten mit uns am Fenster stehen bleiben. Sie ist rastlos und rollt und rollt durchs Haus – manchmal rummst es und die Türrahmen leiden …