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das Notwendigste tun

Zugegeben, diese Überschrift ist geklaut. Allerdings stimmt sie voll und ganz für uns auch! Hier wird nur das getan, was wirklich wichtig ist. Das Notwendigste eben. Mit Murren aufseiten der Junioren, weil sie sich so darauf gefreut haben, dass sie endlich wieder ein normales Leben führen könnten. Daraus wird nichts! Normal ist bei uns sowieso nichts, aber jetzt, in diesen schwierigen Corona-Zeiten erst recht nichts. All das wenige, das wir machen können – mit zwei Rollstuhlfahrenden – ist noch einmal reduziert. Ich kann nicht für eine Veranstaltung im Vorfeld zu einem Testzentrum fahren und dann etwas später wird die Veranstaltung doch abgesagt! Bei uns ist das nicht nur doppelter Aufwand, sondern ich mache das ja immer schon in doppelter Ausführung! Meine Kräfte sind gleichermaßen begrenzt und Helfer:innen sind ebenfalls knapp. So bleiben wir daheim! Ungern. Die Junioren langweilen sich und sitzen stundenlang vor dem Tablet und spielen irgendwelchen Blödsinn. Immer vorzulesen bekommen, mögen sie nicht. Auch das ist anstrengend. Wir backen diese Woche heute Nachmittag zum dritten Mal Weihnachtsplätzchen – diese sollten gegessen werden und eigentlich ist das miteinander backen nur ein ihnen vorbacken (Show backen), bei dem die Junioren kleinere Handlangerdienste leisten, die gut vorbereitet, begleitet und umsorgt werden müssen. Quasi auch doppelte Arbeit. Aber es macht Spaß und ist irgendwie sinnvoll. Eben auch deswegen, weil es Spaß macht und die Gemeinschaft fördert. Gemeinschaft bleibt in dieser ungewissen Zeit schon sehr auf der Strecke…

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… und versuchen diese Müllberge zu vermeiden!

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Aufrechter Gang

Ich gehe
aufrecht
befreit und unverkrampft.

Ich atme
tief durch.

Ich nehme
mir den Raum
der mir zusteht
entfalte mich.

Ich möchte
nicht mehr klein
unscheinbar sein
wie ich es als Kind war.

Wie mir gesagt wurde
wie ich es spürte.

Ich gehe
meinen Weg
aufrecht
selbstbewusst
in meiner ganzen Größe.

© petra ulbrich

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Eigentlich fahre ich im Moment Achterbahn der Gefühle – mit einer Heidenangst im Nacken! Ich kann es nicht erzählen …

Einsamkeit, Gedanken, Gedanken, Kuddelmuddel, Kuddelmuddel, Kuddelmuddelgedankenkarussell, Selbstwertgefühl

Außenwirkung vs. Innenwahrnehmung

Dass ich unsicher bin, das weiß ich – sieht man mir das auch an? Manchmal möchte ich das. Manchmal wäre es schön, wenn mir meine Hilflosigkeit auf der Stirn stünde. Manchmal möchte ich mir meine eigenen Dornröschenmauern einreißen. Manchmal von selbst nach draußen gehen und manchmal Menschen einladen, mich zu besuchen!

Nur, manchmal ist es so, dass ich Souveränität ausstrahle, die ich gar nicht habe. Diese Diskrepanz möchte ich durchbrechen – ich weiß nur nicht wie. Ich müsste meine Potemkinsche Dörfer plattmachen, aber was bleibt mir dann?

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Die Junioren haben frei und schlafen noch …

Behinderung, Einsamkeit, Gedanken, Gedanken, Kuddelmuddelgedankenkarussell, traurig sein

Du bist nicht müde, sondern gelangweilt

Das sagt Anastasia Umrik  – und ich kann ihr nur voll und ganz zustimmen! Vielleicht doch nicht ganz voll und ganz, aber im größten Teil.

Deine Freunde und vielleicht sogar der Mensch, mit dem du zusammen bist, ist auch am Pennen, ebenfalls gelangweilt bis zum geht nicht mehr.

Sie ist brutal ehrlich und wir alle sind phlegmatisch und aufs höchste gelangweilt – es wird Zeit, dass wieder etwas passiert, ein bisschen mehr Aktion in unser Leben kommt und wir alle miteinander mehr tun. Es muss mehr Input kommen, wir müssen mehr nachdenken müssen, uns mehr bewegen und uns eventuell auch einmal öffentlich blamieren. Dann sind wir nicht so gelangweilt und für Traurigkeit bleibt kaum Platz! Denn, das echte Leben ist bei uns allen zu kurz gekommen …