Alltag, Behinderung, Gedanken

Kummerweh

Das Wort gibt es nicht – oder vielleicht doch? Jedenfalls habe ich es gerade erfunden, weil es ganz genau das widerspiegelt, was ich fühle. Jetzt scheint die Sonne. Kalt ist es dennoch. Das Straßenfest ist ins Wasser gefallen. Nicht nur für uns. Aber es tut mir so kummerweh für die Junioren. Eigenartigerweise langweilen sie sich kein bisschen. Nur ich habe ein Bauchgefühl, das nicht schön ist. So ganz anders habe ich es mir vorgestellt und bin enttäuscht. Mehr, als meine Kinder! Ich hätte so gerne gehört, wie der Kerle mit dem neuen Mikrofon in die Mundharmonika bläst und wie mein Töchting Schlagzeug spielt. Ich hätte gerne mitgegröhlt und eventuell getanzt.

Trauer macht sich breit – und das ist ein ganz schön blödes Gefühl…

Darf ich traurig sein? Auch über solche Kleinigkeiten? Ich wäre so gerne unter Menschen gewesen!

Veröffentlicht von piri

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7 Gedanken zu „Kummerweh“

  1. Ursula sagt:

    Natürlich darfst du traurig sein!
    Und:
    erfahrungsgemäß tut etwas auf das man sich gefreut und nicht stattfindet mehr weh als wenn nichts in Aussicht war. (zu verschwurbelt?)
    So schade!

    1. piri sagt:

      Ja, so schade!

  2. M. - K. sagt:

    Wirklich schade!

  3. C Stern sagt:

    „Kummerweh“ ist eine interessante Wortschöpfung! Es erzeugt unmittelbar ein Gefühl …
    Worüber man traurig ist, das liegt in jedem Menschen selbst. Wenn es dafür auch noch Regeln gäbe …! Jede Seele braucht ihre Zeit, um mit Ereignissen (und eben auch, wenn sie nicht stattgefunden haben) umzugehen.
    Ganz liebe Grüße!

  4. wildgans sagt:

    Gerade fand ich bei Sarah Kirsch das Wort „Herzensbekümmernis“…das trifft es ähnlich, glaub ich!

    1. piri sagt:

      Aber viel poetischer und schöner ausgedrückt.

  5. Sammelmappe sagt:

    Das Kummerweh in diesem Fall verstehe ich gut. So schade.

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