Gedanken

aus Mangel eigener Worte

Ich habe für bestimmte Dinge nicht mehr die Geduld. Nicht, weil ich arrogant geworden bin, sondern einfach, weil ich einen Punkt in meinem Leben erreicht habe, wo ich keine Zeit mehr vergeuden möchte mit Dingen, die mir missfallen oder weh tun. Ich habe keine Geduld mehr für Zynismus, übertriebene Kritik und Forderungen jeglicher Art. Ich unternehme keine Anstrengenungen mehr, denjenigenzu gefallen, die mich nicht mögen, die zu lieben, die mich ablehnen und jenen zuzulächeln, die mir niemals ein Lachen schenken.

Ich verschwende keine einzige Minute mit Menschen, die lügen oder mich manipulieren wollen. Auch akzeptiere ich keine Heuchelei, Unehrlichkeit und billiges Lob. Selektive Gelehrsamkeit und akademische Arroganz toleriere ich nicht mehr. Ich hasse Konflikte und Vergleiche.

Unsere Welt besteht aus Gegensätzen und darum meide ich starre und unflexible Menschen. Bei Freundschaften ist mir Loyalität wichtig. Mit Verrat kann ich nicht umgehen. Ich komme nicht mit Menschen klar, die keine Komplimente machen können und keine ermutigenden Worte finden. Übertreibungen langweilen mich. Ferner habe ich Schwierigkeiten mit Menschen, die keine Tiere mögen. Und darüberhinaus habe ich keine Geduld mit jemanden, der meine Geduld nicht verdient hat.

José Micard Teixeira

Veröffentlicht von piri

Ich danke fürs lesen. Hier gibt es die Möglichkeit etwas in den, wenn auch nur virtuellen Hut zu werfen. Herzlichen Dank! ✨ Ab sofort sind manche Kommentare geschlossen. Wer mag, darf mir gerne eine E-Mail schreiben.

4 Gedanken zu „aus Mangel eigener Worte“

  1. Lakritz und Schokolade sagt:

    Hervorragend formuliert. Das möchte ich gern mit unterschreiben!

  2. C Stern sagt:

    Vielen Dank für das Einstellen dieser einzigartigen Gedanken – sie finden auch meine Zustimmung! In all diesen Punkten sehe ich mich ebenfalls als ungeduldig …
    Mit „Lob“ habe ich sowieso keine Freude – bei genauer Betrachtung ist es leider ein Mittel der Manipulation.

    1. piri sagt:

      Wenn es ein ehrliches Lob ist, dann ist das völlig okay. Aber…

  3. Georg Rode sagt:

    Fremde Worte treffen auf eigene Gedanken! Danke!

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