Behinderung, Gedanken

einmal Krankenhaus, hin und zurück

Wir haben heute vier Rettungswagen gebraucht!

Gestern Abend nach der Bandprobe hatte ich bei Tempo dreißig eine Vollbremsung machen müssen. Mein Töchting schleuderte nach vorn, war aber gleich wieder fit und guter Dinge. Heute Morgen wachte sie mit einem blauen Auge auf, klagte über Kopfweh und Bauchschmerzen. Da sie Glasknochen hat, habe ich 116 117 angerufen und der ärztliche Notdienst schickte einen Rettungswagen. Mit Verdacht auf Schädel-Hirn-Traume musste sie ins Krankenhaus. Aber wohin mit dem Kerle. Hilfe konnte ich so schnell keine organisieren – er sollte mit. Nur nicht im gleichen RTW. Töchting wurde stabilisiert, ein zweiter Wagen kam, nahm den Kerle auf und ich für mit meiner Tochter im ersten Wagen. Blaulicht, Martinshorn! Ey, Leute fahrt rechts ran, wenn ihr das Signal hört! Manche Autofahrer sind einfach völlig kopflos!

Im Krankenhaus auch etwas hektisch, Töchting leicht apathisch, aber ansprechbar. Vitalwerte alle okay, CT mit Hindernissen, weil für so kleine Menschen erst Lagerungsmaterial besorgt werden musste. Die Ärzte und Pfleger:innen waren/sind so etwas von toll, aufmerksam und zuvorkommend, einfach ein gutes Gefühl. Das Töchting hat nichts gebrochen, nur eine starke Prellung und ein herrlich blaues Auge.

Zurück sind wir genauso andersrum – nur ohne Martinshorn und Licht!

Klingt jetzt alles nach Abenteuer. War es auch. Möchte ich so schnell nicht wieder!

Veröffentlicht von piri

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Asperger-Autistin bin ich obendrein auch. Eine kleine Aufmerksamkeit bringt uns näher an unser großes Ziel!

8 Gedanken zu „einmal Krankenhaus, hin und zurück“

  1. freiedenkerin sagt:

    Ich bin sehr froh, dass euch nichts Schlimmeres passiert ist, und wünsche Wiebke gute Besserung!

  2. momfilou sagt:

    Oh! Nein das braucht absolut keine Wiederholung!
    Schönen Abend wünsche ich aus Bad Homburg!

  3. M. - K. sagt:

    Wie gut, dass es glimpflich ausgegangen ist und Ihr so hilfreiche Menschen im Krankenhaus erlebt habt!

    Ja, leider sind viele Autofahrer entweder kopflos oder gar nicht im Stande, richtig zu reagieren. Lieber einmal mehr rechts ran, als einem Notfall im Wege zu stehen.
    Ganz schön viel Aufregung an einem Tag. So hast Du Dir den Löffellistenwunsch nach einem tollen Tag mit engagiertem Helfer sicher nicht vorgestellt.

    1. piri sagt:

      Nö, aber der Wunsch ist in Erfüllung gegangen.

  4. Der Emil sagt:

    Wie gut, daß es so glimpflich ausging,

    Grüß beide von mir. Ich denk oft an euch …

    1. piri sagt:

      Danke – und Gruß geht zurück.

  5. Jane sagt:

    Gott sei dank ist alles glimpflich ausgegangen. Welch eine Aufregung. Alles Gute euch Dreien!

  6. Frau Frogg sagt:

    Oh Gott, was für ein Stress für Euch! Ja, ich staune auch immer wieder über die Pflegefachpersonen im Spital. Die sind sowas von geduldig und liebenswürdig!

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