Behinderung

Badewannenrandgespräche

Mein Töchting redet Kauderwelsch. Sie quasselt mir ein Ohr ab. Sie ist fröhlich, vergnügt und nicht krank. Ihre Augen sind ein bisschen klein und leicht geschwollen. Aber aus ihnen blitzt der Schalk. Der Kerle liegt im Bett und ab und zu kommt ein leises Grunzen und anschließend ein Stichwort an seine Schwester. Der beiden Geheimsprache verstehe ich auch nach Jahren nicht!

Meine Kaffeetasse ist leer. Die wievielte heute Morgen weiß ich nicht. Kaffee ist Nervennahrung.

Jetzt, nachdem ich mich geschminkt habe, mag ich mir wenigstens ins Gesicht gucken. Klamottentechnisch sehe ich schlampig aus. Dreckige Jeans, schnell gegriffen und abgezogen, ein Pullover von MamS, nackige Füße, aber Juwelierohrringe. Oben hui und unten pfui!

Ich hoffe heute auf schönes Wetter. Terrassenwetter. Der Kerle hat noch keinen Bissen gegessen und auch noch nichts getrunken. Die Sonde ist bestückt und wenn jetzt nichts retour kommt, dann ist das wunderbar.

Mein Töchting quengelt – Fortsetzung folgt…

Veröffentlicht von piri

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Asperger-Autistin bin ich obendrein auch. -*-*-*-*-*-*-*-*- In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschaffen habe, anzuschauen. Dann geht's wieder ...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.