Asperger Syndrom, Erinnerungen, Gedanken

Berichterstattung & Co

Ich frage mich, ob es für mich überhaupt wichtig und gut ist, Nachrichten, so wie sie aus der Ukraine kommen und die von Corona, zu sehen – oder nicht. Ich bin keine Journalistin, es gibt keinen Grund, tagesaktuell oder gar stündlich über neue Geschehnisse informiert zu sein.

Tatsächlich beeinträchtigen mich die Kriegsberichte mehr, als Corona. Allerdings vermute ich – und das möchte ich dringend abklären – dass meine schwere Krankheit von Anfang 2020 mit der Lungenentzündung und Sepsis, die ich bislang eigentlich nur verdrängt habe, einen Großteil meiner Angst beinhalten und sogar schüren.

Veröffentlicht von piri

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Asperger-Autistin bin ich obendrein auch. •••••eine kleine Aufmerksamkeit ••••• In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschaffen habe, anzuschauen. Dann geht's wieder ...

5 Gedanken zu „Berichterstattung & Co“

  1. Reni E. sagt:

    Ja, die Nachrichten können einen zur Zeit richtig runter ziehen. Es sind unsichere Zeiten. Man hat sich 20 Jahre lang so sicher gefühlt und das als selbstverständlich angesehen. Das ist jetzt vorbei. Daher sollte man (finde ich) jeden schönen Moment z. Zt. umso mehr genießen.
    Alles Liebe
    Reni

  2. dergl sagt:

    Das klingt sehr logisch mit der Angst durch die Krankheit und Sepsis – das war doch eine traumatische Erfahrung bis kurz vorm Tod. Kurz danach kamen dann die Pandemie und dann der Krieg, auch beides potentiell lebensbedrohliche Erergnisse, das ist für das Gehirn Dauerstress und kann Belastungsreaktion sein.

    1. piri sagt:

      Dauernd in Habachtstellung – zur Ruhe bin ich seitdem ich so krank war nicht gekommen. Es ist wirklich kein Wunder, dass ich unter Dauerstress stehe und Angst habe.

      1. dergl sagt:

        Sprich mal mit deinem Arzt und sprich vielleicht gezielt an, dass es sich um eine Belastungsstörung handeln könnte, der kann da weiterhelfen. Diese Hypervigilanz (ich habe das auch, kann sich aber unterschiedlich auswirken), kann Symptom sein. Wenn er dir nicht helfen kann, manche Frauenberatungen beraten auch bei dem Krankenheitsbild. Es gibt viele Frauen in außergewöhnlichen Lebenssituationen (nicht nur Gewalt oder Frauen), bei denen das vorliegt oder vorliegen könnte, unter anderem eben auch nach lebensbedrohlicher Krankheit.

        1. piri sagt:

          Ich hoffe bald einen Termin bei einer Psychiaterin zu haben, da werde ich dann auch das ansprechen!

Kommentare sind geschlossen.