Asperger Syndrom, Familie, Gedanken

Über Angst

Da unsere Kindheit lange dauert, stehen die Türen für Turbulenzen und Verletzungen jeglicher Art eine geraume Zeit offen – unsere schöne und komplizierte Seele riskiert anhaltende Traumata durch Wunden, die uns schon zugefügt werden, bevor wir überhaupt laufen konnten.

Mir ist heute während einer Therapiestunde einmal wieder vor Augen geführt worden, was ich schon wusste, aber nicht wahrhaben will – nämlich das, dass ich in meinen frühen Jahren Erlebnisse hatte, die mich geschockt haben. Um da rauszukommen, muss ich erforschen was das war. Doch wenn jegliche Erinnerung verschüttet ist und das Schutt wegräumen aus Angst, etwas zu entdecken, was ich nicht sehen will, nicht gemacht wird, dann wird’s schwierig …

Veröffentlicht von piri

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Asperger-Autistin bin ich obendrein auch. •••••eine kleine Aufmerksamkeit ••••• In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschaffen habe, anzuschauen. Dann geht's wieder ...

5 Gedanken zu „Über Angst“

  1. momfilou sagt:

    Die Therapeuten sagen, dass eine Angststörung zu behandeln viele Jahre in Anspruch nehmen kann!
    Es durchzuhalten, bleibt für alle Seiten eine riesige Kraftanstrengung.
    Abendgrüße Gerel

  2. karfunkelfee sagt:

    Das stimmt. Und es lohnt sich aber.

  3. christineb sagt:

    bedrückend zu lesen, dass auch schon kleinen, unschuldigen kindern seelische verletzungen zugefügt werden. es ist gut, aber sicher auch nicht einfach, das in therapeutischen sitzungen aufzuarbeiten aber sicher total notwendig und wichtig.

  4. Georg Rode sagt:

    Ich kann das nur aus eigener Erfahrung bestätigen, schreibe aber von mir, um dir zu sagen, dass man das hinter sich lassen kann. Es dauert zwar lange, aber der Antrieb, das zu lösen ist vorhanden und motiviert. Für mich habe ich festgestellt, dass man nicht jede Kleinigkeit ans Licht bringen muss. Erinnerungen sind ja so gut wie nicht mehr da. Es ist aber richtig, dass die Ursachen in der Kindheut liegen. Das Kind „denkt“ ja immer es hätte etwas falsch gemacht, aber Kinder können nichts falsch machen, Eltern aber schon, auch im guten Glauben.

    1. piri sagt:

      Um mich und meine Angst zu verstehen, brauche ich meine Erinnerungen. Wenigstens ein paar.

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