Behinderung, Familie

Politik rauslassen

Mehrere Beiträge habe ich geschrieben und nicht veröffentlicht – nur auf Privat gestellt, als Gedankenstütze für mich. Aber ich lasse die Politik hier raus. Ich bin kein unpolitischer Mensch und stehe eher links statt rechts, aber ich schreibe nix im Blog.

Der Krieg macht mich sprachlos und ratlos bin ich sowieso. Mit meinem Sohn spreche ich über diese schrecklichen Dinge, er versteht die Welt nicht. Wir haben eine Landkarte angeguckt und erschrocken festgestellt, dass die Ukraine gar nicht so weit weg ist. Der Kerle denkt an die behinderten Menschen, die in den Nachrichten überhaupt nicht erwähnt werden, an die Rollstuhlfahrer:innen und die mit kognitiven Einschränkungen! Das Töchting möchte eine oder zwei ihrer Babypuppen und Carsten Spielzeugautos spenden. „Haben die ein Bett?“ „Brauchen sie für den Lärm Ohrenstöpsel?“ „Eine Mundharmonika habe ich noch zum Musik machen! Singen ist gut gegen Angst!“ Der Kerle weiß Bescheid.

Wissen die, die das alles zu verantworten haben, auch Bescheid?

Veröffentlicht von piri

Ich danke fürs lesen. Hier gibt es die Möglichkeit etwas in den, wenn auch nur virtuellen Hut zu werfen. Herzlichen Dank! ✨ Ab sofort sind manche Kommentare geschlossen. Wer mag, darf mir gerne eine E-Mail schreiben.

7 Gedanken zu „Politik rauslassen“

  1. freiedenkerin sagt:

    Das wissen die Verantwortlichen – aber es geht ihnen am A*** vorbei…
    Von deinen Junioren könnten sich etliche Leute hierzulande eine ganz dicke Scheibe abschneiden. Und von dir auch.

    1. piri sagt:

      Da werde ich jetzt rot und gebe das Kompliment weiter und sage dir herzlichen Dank – auch für deine politischen Beiträge in deinem Blog.

  2. Gudrun sagt:

    So ein kleines, feines Päckchen wäre Gold wert. Ein Seelentröster und Mutmacher. Deine beiden Junioren würde ich jetzt gerne mal drücken. Und dich auch.

    1. piri sagt:

      Da ist wieder die Entfernung dazwischen!

  3. dergl sagt:

    Der Kerle weiß Bescheid, auch zum Beispiel viele Kinder wissen Bescheid… die, die das zu verantworten haben wohl auch, aber es interessiert sie nicht.

    Manchen Menschen soll singen gegen die Angst helfen. Vielleicht ist das ein „Betätigungsfeld“ für Carsten, falls bei euch in die Nähe geflohene Menschen aus der Ukraine einquartiert werden?! Zusammen singen hilft anzukommen, und das geht notfalls auch über Videotelefonie oder draußen mit viel Abstand. Oder, falls die Band auftreten darf (und wenn erst im Sommer), vielleicht auf Spendenbasis ein Benefizkonzert auf Idee/Initiative von Carsten? Von dem gespendeten Geld kann ja eine Hilfsorganisation spezifisch Verbandmittel, Medikamente oder Sachen für Kinder kaufen und es mit einem Konvoi mitschicken. Das wird ja nicht nur jetzt gerade, sondern auch über die nächsten Monate hinweg auf jeden Fall benötigt werden, so dass man damit nichts falsch machen kann.

    (Und wolltet ihr nicht auch Kleidung und Bücher ausmisten? Wenn das Zeug nicht komplett abgetragen ist könnte es sein, dass falls geflohene Menschen irgendwo in eurem Umkreis aufgenommen werden, da auch dankbare Abnehmende drunter sind, es kämen ja vorwiegend Frauen/weiblich gelesene Personen und Kinder/Personen in Körperhöhe von Kindern. Vielleicht hilft der Gedanke, dass man eventuell so helfen kann ein bisschen gegen das Machtlosigkeitsgefühl.)

    1. piri sagt:

      Meine Kleidung ist weg – in einen Kleiderladen einer caritativen Einrichtung. Die der Junioren ist nicht mehr tragbar…

      Wir werden sehen, was wir machen können!

  4. Reni E. sagt:

    Hut ab vor deinen Kindern, die trotz ihrer eigenen Probleme Mitgefühl zeigen. Hut ab dafür vor dir!
    Hab‘ noch einen schönen Sonntag.
    Reni

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