Gedanken, Kuddelmuddel

Bibliothek

Wenn ich jetzt so angefangen hätte, wie ich ursprünglich wollte, wäre der Satz zwar mit der ersten Person angefangen, aber viel weniger verschroben gewesen.  Ich hätte gerne eine Bibliothek, nicht nur ein, zwei, drei bunt durcheinander gewürfeltes Bücherregal. Am liebsten wäre mir eine, die auch noch fein säuberlich nach Autoren, Fachrichtungen, Genres und Epochen geordnet ist. Bei mir steht alles wild durcheinander und ich wundere mich immer wieder, dass eigentlich nur zwei doppelte Bücher vorhanden sind.

Verwundert habe ich auch geguckt, als ich in der ARTE-Mediathek die Miniserie: Das Seil entdeckte. Vor Jahren hatte ich mal einen Roman mit diesem Titel gekauft. Gucken kann ich grad nicht, weil die Serie erstens eine Altersbeschränkung hat und zweitens mich die Junioren keine Stunde am Stück Film schauen lassen. So habe ich noch nicht spicken können. Allerdings sagt mir die Beschreibung, dass das Seil ganz woanders liegt, als im Buch. Jetzt habe ich ins Buch noch mal reingeschaut, lese aber nicht mehr weiter, weil ich wahrscheinlich sonst maßlos enttäuscht bin und meine Erwartungen so gar nicht erfüllt werden. Ab 22:00 Uhr kann ich gucken. Oder sollte ich sagen – könnte! Denn ich bin kurz vor der Tagesschau schon hundemüde.

Was hat das mit dem Wunsch zu tun, eine Bibliothek haben zu wollen? Nichts – ich habe mich nur mal wieder verzettelt. Nebenbei habe ich mir die Haare geschnitten, dem Kerle auch, nur mein Töchting wollte partu keinen Millimeter hergeben …

Veröffentlicht von piri

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Asperger-Autistin bin ich obendrein auch. •••••eine kleine Aufmerksamkeit ••••• In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschaffen habe, anzuschauen. Dann geht's wieder ...

3 Gedanken zu „Bibliothek“

  1. wildgans sagt:

    Wie du es in deinem dritten Satz so gut beschreibst, genau so eine Bibliothek hätte ich ebenfalls gerne! Hach.

  2. Verwandlerin sagt:

    Ich wollte zwischenzeitlich sogar mal Buchhandelfachverkäuferin (heißt das so?) werden. Habe ich mir als Traumjob vorgestellt.

  3. dergl sagt:

    Ich kann die Sehnsucht von Menschen nach sauber geordneten Bibliotheken verstehen, dazu war ich lange genug in dem Beruf. Für mich selber – nur ich, andere Ex-Bibliothekar:innen mögen das anders sehen -, bin ich mittlerweile da, dass ich genau diese Ordnung nicht mehr möchte. Manchmal habe ich in meinen Regalen noch grob Themen Da stehen die Kinderbücher, dort die englischsprachigen Sachen, in dem Regal alles über Thema Soundso, aber ich merke, dass diese Ordung für mich nicht mehr so passt, weil ich die Ruhe, die meist damit verbunden wird damit nicht mehr verbinde. Vielleicht weil ich aus Berufserfahrung weiß, dass diese Ruhe, die diese Ordnung austrahlt auch ein Korsett sein kann.

    Ich als jemand, die das beruflich gelernt hat zu einer Zeit als Film- und Tonträgermedien schon zur Stabdardausleihe von Bibliotheken gehört haben, mache im Kopf übrigens sofort eine Verbindung zwischen deinen Gedanken zur Bibliothek und dem Mediatheks-Inhalt. Zwei Verbindungen: 1)begrifflich: Eine Mediathek ist auch eine Form von Bibliothek, nur halt nicht unbedingt im klassischen Sinne. Haben wir ganz früh in der Ausbildung gelernt, denn es gab da auch keine „Bibliotheksangestellten“ mehr, sondern der Beruf, der Leute, die uns zuarbeiten und eigentlich den Betrieb am Laufen halten hieß da schon „Fachangestellte für Medien- und Infodienste“. 2) Ich habe in meiner Bibliothekarinnenzeit immer wieder Filme und Serien anschaffen müssen, die auf Büchern basierten, weil diese Nachfrage in Bibliotheken zumindest zum damaligen Zeitpunkt einfach da war. Wenn diese Serie als auf dem Buch basieren sollte oder anders herum, dann ist für mich dadurch nichts Verzetteltes dabei.

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