Gedanken, Kuddelmuddel

ganz lange schon

… schleiche ich um einen Artikel herum, der sich mit meinem Asperger-Autismus beschäftigt! Ich versuche es verständlich auszudrücken und je mehr ich schreibe, umso mehr verzettele ich mich.  Es ist komplex!

Ich habe Angst zu telefonieren. Mag nicht auf fremde Menschen treffen, will, dass es allen gut geht, sage offen und ehrlich was ich denke und erhalte Rückmeldung, dass ich unsensibel bin. Erhalte aber auch Rückmeldung, dass genau das mich ausmacht und dass ich dadurch sehr liebenswert bin. 

Auch jetzt schon wieder denke ich, dass ich umständlich viel zu geradeaus bin!

 

Veröffentlicht von piri

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Asperger-Autistin bin ich obendrein auch. -*-*-*-*-*-*-*-*- In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschaffen habe, anzuschauen. Dann geht's wieder ...

5 Gedanken zu „ganz lange schon“

  1. Trude sagt:

    Wenn ich mir das so durchlese könnte ich es auch haben. Fettnäpfe ziehen mich magisch an.
    Ich wünsche dir einen schönen Montag.
    Liebe Grüße
    Trude

  2. ¨Marion Eve Stöckli sagt:

    Liebe Piri
    Ich mag Telefone, ich mag auch fremde Menschen, manchmal nur bis sie nicht mehr fremd sind!
    Auch ich bin geradeaus und sage ehrlich meine Meinung, was gar nicht alle Menschen mögen. Auch ich muss mir manchmal Mut machen und mir sagen, es sei nicht alles so schlecht, was ich mache!
    Dann glaube ich es manchmal und bin zufrieden. Manchmal glaube ich es nicht – und bin — verspannt, hässig, zweifelnd, und höchst unzufrieden.
    Und das alles, wo ich doch abgeklärt sein sollte „in diesem Alter¨. Du bist gut und machst es gut!

  3. Stephanie Jaeckel sagt:

    Muss es eine Definition sein? Und eine Krankheit? Ich frage das, weil ich selber lange nach Etiketten für mich gesucht habe. Ich könnte alles, was du über dich sagst gleich auch für mich verwenden. Würde aber mittlerweile sagen, dass ich – ja, wie soll ich das formulieren… ??? – Ich finde das angesichts der Welt, in der wir leben so wahnsinnig „normal“, es ist alles so komplex mittlerweile, dafür sind wir Menschen möglicherweise gar nicht gemacht, oder vielleicht ging die Evolution in uns zu langsam weiter. Wir haben sicher gute Gründe, ununterbrochen überfordert zu sein. Und dann ist das, was am meisten zählt, auch noch Leistung. Pffff. Vielleicht ist es für alle heilsam, sich zu akzeptieren, und dann zu sehen, ob es Schrauben gibt, an denen zu drehen ist. So zumindest will ich es weiterhin halten…

  4. Reni E. sagt:

    So wie du bist, bist du okay. Wenn jemand ein Problem damit hat, ist das deren Problem. Außerdem kann er/sie es dann ja ansprechen. Zerbrich dir nicht unnötig den Kopf!
    Hab‘ eine schöne Woche.
    LG Reni

  5. M. - K. sagt:

    Hallo Petra, ich kann mich in manchen Deiner Worte wiederfinden.
    In anderen eher nicht.
    Ich weiß, dass die Diagnostik einer Autismusspektrumsdiagnose sehr aufwendig ist. Und ich weiß, dass jeder Mensch viele Facetten hat und trotzdem nicht jeder eine Diagnose hat.
    Oft können uns Diagnosen im Weg stehen, wenn wir sie wie ein Plakat vor uns tragen.
    Und manchmal ist es sehr wichtig, dass wir eine Diagnose bekommen haben, damit wir Hilfe erhalten können.
    Ich sende Dir liebe Grüße!

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