Behinderung, Familie, Gedanken

jammern, meckern und hören

Mir wurde gesagt, dass ich zu viel jammere, zu viel meckere und dass mein Glas nur halbvoll für mich erscheint. – Das käme so an. Ich würde negativ erscheinen! Ich habe Menschen, die mir nahe sind, meine Situation geschildert. Meiner Meinung nach ziemlich neutral und laut 4 Ohren-Modell sachlich. Ich habe nicht bedacht, dass meine scheinbare Sachlichkeit ganz anders aufgefasst werden kann, ganz anders gehört wird. Ich habe nicht mit den Menschen geredet, auch jetzt kann ich es nicht.Was passier bei einer Abfuhr …

… ein Dilemma!

 

Veröffentlicht von piri

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Asperger-Autistin bin ich obendrein auch. •••••eine kleine Aufmerksamkeit ••••• In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschaffen habe, anzuschauen. Dann geht's wieder ...

6 Gedanken zu „jammern, meckern und hören“

  1. dergl sagt:

    Vorab: Ich war bekanntlich nicht dabei und ich kenne die Leute nicht. Es kann aber sein, dass es absolut gar nicht an dir oder der Art wie du was auch immer du gesagt hast kommuniziert hast liegt. Es passiert mittlerweile relativ häufig – keine Ahnung ob das gerade Mode ist -, dass Personen, oft Frauen, die irgendwie neutral ein Problem oder eine ungünstige Situation (zum Beispiel, dass sie gerade krank sind) schildern unterstellt wird wird, sie seien „unprofessionell“ (was mutmaßlich Neudeutsch für sie jammern etc . ist), weil die Leute am liebsten nur Positives, Heldenhaftes etc hören wollen. Klar, das können die meisten Leute gut gebrauchen, ist halt gerade alles nicht so einfach und niemand will noch mehr Mist als die Pandemie eh ist, aber das bedeutet nicht, dass sie von anderen erwarten können, dass sie nur ZuckerwatteRegenbogenGlitzer erzählt bekommen. Bewusst erwarten das vielleicht auch nicht viele. Unbewusst aber schon und dann kommt schon mal auch auf eine sachliche Info „Der:die jammert, meckert“ etc.

    Das andere ist, ich erlebe das auch immer wieder mal, wenn man als Frau sachlich kommuniziert ist das ja für viele immer noch verrwirrend und sobald man einmal auch nur scheinbar von dieser Sachlichkeit abweichst und sei es weil man irgendeine ganz unbedeutende Tatsache – z.B. „Muss in die Paketfiliale gehen, was abholen“ – einfach nur benennt, die die andere Person ein bisschen aus ihrer Komfortzone mit einer herausholt, gilt man als emotional (=unprofessionell, maulend etc). Das liegt aber nicht an einer selber, damit wollen die das Gleichgewicht für sich selber wieder herstellen.

    Muss also nicht an dir liegen.

  2. momfilou sagt:

    Sei versichert, dass ich alles, was ich von dir lese, nicht als „jammern“ oder dgl. empfinde!
    Gute Besserung mit den Rippen und einen schönen Abend wünscht
    Gerel

  3. Verwandlerin sagt:

    Ach, manchmal muss man halt klagen. Mir geht es beschissen gerade z.B. dann darf man das auch so sagen, finde ich. Mein Glas ist leer.

    1. piri sagt:

      Weißt du, wenn das Glas der Widersacher immer und immer wieder aufgegossen wird – meist mit Alkohol – dann ist mein halbleeres mit Wasser schon gut. Dir wünsche ich, dass es wenigstens ein bisschen aufgefüllt wird.

    2. Reni E. sagt:

      Da muss ich aber widersprechen. Ich finde, dass du trotz aller Schwierigkeiten immer den positiven Dreh findest. Sonst könntest du ja gar nicht weitermachen. Höre nicht auf diese Kritiker.
      Liebe Grüße
      Reni

      1. piri sagt:

        Wirklich, sonst könnte ich ja gleich ganz aufgeben!

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