Behinderung, Gedicht

Selbstkritik

Die Selbstkritik hat viel für sich.
Gesetzt den Fall, ich tadle mich,
So hab ich erstens den Gewinn,
Daß ich so hübsch bescheiden bin;
Zum zweiten denken sich die Leut,
Der Mann ist lauter Redlichkeit;
Auch schnapp ich drittens diesen Bissen
Vorweg den andern Kritiküssen;
Und viertens hoff ich außerdem
Auf Widerspruch, der mir genehm.
So kommt es denn zuletzt heraus,
Daß ich ein ganz famoses Haus.

Wilhelm Busch

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09:01:57: Mir wird ganz schwummrig – im Keller sind Handwerker, die den Putz von den Wänden abschlagen, ein Höllenlärm! Das ist was Größeres, es ist ein Mordsdreck, ich hoffe so sehr, dass ich diesen Stresstag gut überstehe. Carsten ist heute morgen fit: „So fit, wie ein Turnschuh, der schon einen Halbmarathon hinter sich hat!“ So die Worte des Kerle – aber immerhin ist er gut drauf…

Veröffentlicht von piri

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Asperger-Autistin bin ich obendrein auch. -*-*-*-*-*-*-*-*- In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschaffen habe, anzuschauen. Dann geht's wieder ...

13 Gedanken zu „Selbstkritik“

  1. Verwandlerin sagt:

    Meine Erfahrung ist: Selbstkritik üben immer nur die Leute, denen man eher mehr Selbsrbewusstsein wünschen würde. Nicht die Leute, die es durchaus nötig hätten.

    1. piri sagt:

      Selbstkritik steht jedem Menschen gut zu Gesicht!

  2. SamyBee sagt:

    Ihr habt schon die Handwerker im Haus? Bestimmt staubig und laut… aber immerhin!

    1. piri sagt:

      Schon ist gut – hat lange gedauert und es werden erst die Bautrockner aufgestellt! Sicher, es ist laut, dreckig und anstrengend und ich habe keine Ahnung, was ist, wenn ich nicht daheim bin …

      1. SamyBee sagt:

        Eine Freundin von mir bekommt keine Handwerker mehr bei. Ihr nasser Keller ist einfach nicht schlimm genug im Vergleich zum Rest der Region.

        1. piri sagt:

          🙂 dann ist ja gut, dass unser Keller so nass war! GRins

  3. freiedenkerin sagt:

    Ich fühle mit dir. Schräg über mir wird wieder mal eine Wohnung „luxussaniert“, damit man sie dann um das Doppelte der ursprünglichen Miete neu vermieten kann. Der Baulärm ist schon entnervend, obwohl ich sogar tagsüber Ohropax trage…

    1. piri sagt:

      Wir sind ja während der Hauptzeit der Trocknung nicht daheim!

  4. Donnawetta sagt:

    Liebe Piri,

    wenn ich Busch richtig interpretiere, gehört es somit nicht auch dazu, Kommentare zuzulassen, die vielleicht auch mal gegen den eigenen Striche gehen, eine andere Meinung vertritt, als die eigene?

    Sowas muss ja nicht immer persönlich gemeint sein, finde ich. Im Gegenteil – es kann auch mal den Horizont erweitern.

    Ich wünsche schon mal eine erfolgreiche Mutter-Kind-Kur.

    1. piri sagt:

      Auf jeden Fall muss man sogar mal Kommentare zulassen, die gegen den Strich gehen. Niemand hat eine allein seligmachende Meinung. Ich bin sogar dankbar für konstruktive Kritik!

      Danke für die guten Wünsche – die kann ich sehr gut gebrauchen!

      1. Donnawetta sagt:

        Zitat: „ Unter „Kritik“ verstand Kant die transzendentale Selbstkritik der Vernunft, die Beurteilung und Berichtigung der Erkenntnis.“

        Was genau verstehst Du dann unter konstruktiver Kritik? Vlt. mit einem kleinen Beispiel?

        1. piri sagt:

          Nein, ich gebe keine Beispiele! Unter konstruktiv verstehe ich, dass der oder diejenige mir nicht schaden will, mit dem, was gesagt wird. Denn das ist niederschmetternd und runtergemacht bin ich in meinem Leben schon seit Kindertagen – das brauche ich nicht mehr!

  5. M. - K. sagt:

    Puh, ich fühle mit Dir.
    Bei uns gibt es seit 2 Monaten einen Nässeschaden und es schleppt sich.. Ja, irgendwann kommen auch hier Bautrockner oder Heizwände an. Abwarten.
    Das Gefühl, dass da etwas gemacht wird, wenn man selbst nicht zu Hause ist, ist sicher nicht das Angenehmste? Oder arbeiten dann die Trockner alleine, ohne weiteres menschliches Dazutun?
    Ein Turnschuh, der schon einen Halbmarthon geschafft hat, würde ich sehr loben und feiern! Und dann auch noch einen neuen Tag bewältigen – klasse!
    Viele Grüße an Dich und Euch!

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