Gedanken, Kuddelmuddel

Jeder Mensch

Jeder Mensch ist begabt, jeder Mensch ist originell, und jeder Mensch hat etwas wichtiges zu erzählen.

Von mir ist das Zitat nicht. Aber ich weiß auch nicht, von wem es ist – ich finde es nur richtig und wichtig das aufzuzeigen. Denn niemand ist ein Niemand! Und wenn er oder sie noch so klein ist, noch so unbedeutend und scheinbar unwichtig – jeder Mensch ist einmalig und wenigstens für sich selbst der wichtigste Mensch in seinem/ihrem Leben.

Manchmal scheint uns der Tag langweilig. Es passiert nichts. Wir stehen auf, frühstücken vielleicht und trödeln vor uns hin. Heute ist mein Trödeltag. Morgen habe ich wieder etwas vor und am Montag kommen die Junioren schon heim. Nichts werde ich tun, noch nicht einmal einkaufen. Ich würde so gerne einmal was nähen, aber die große Kontrollinstanz (meine tote Mutter) sagt in meinem Hinterkopf: „Lass es, es wird sowieso nichts!“ Stattdessen werde ich – ja, was werde ich denn? Mal schauen, denken, gucken, mich pflegen!

Veröffentlicht von piri

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Asperger-Autistin bin ich obendrein auch. -*-*-*-*-*-*-*-*- In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschaffen habe, anzuschauen. Dann geht's wieder ...

6 Gedanken zu „Jeder Mensch“

  1. Ursula sagt:

    🙂 Nähen….

    1. piri sagt:

      FRAGEZEICHEN – was willst du damit sagen?

      1. Ursula sagt:

        War irgendwie als Scherz gedacht.
        Du schreibst dass du gern nähen würdest …..
        und du scheibst: „Stattdessen werde ich – ja, was werde ich denn?“

        Ich würde übrigens auch gern mal wieder nähen — bei mir fehlt es am Platz ….

  2. dergl sagt:

    Zu sagen Wenn du nähen möchtest, dann nähe, irgendwann ist die Kontrollinstanz ruhig wäre ziemlich abgedroschen und nicht hilfreich. Ich erzähle dir stattdessen etwas: Ich hatte als Kind, wie es damals in war, so einen Bastkoffer mit Handarbeitszeug. Konnte man in den 80ern im Versandhauskatalog in der Spielwarenrubrik finden. Bekommen habe ich den, weil „Mädchen so etwas eben haben“, benutzen durfte ich ihn nicht, weil „Das kannst du sowieso nicht!“. Auch nicht nachdem meine Großtante mir schon leichtes Sticken beigebracht hatte. Als ich mit über 30 anfing zu stricken, hieß es noch immer „Kann DIE eh nicht. Guck dir das Ding* an! Das ist Kr***-stricken, die bildet sich nur ein, dass das was wird! NIE wird das so gut wie auf Nadeln gestricktes!“ 2013: „Was sind das für schöne Socken! Will auch welche!“, 2014: „Kannst du für X. nicht einen Schal machen? Die findet handgestricktes Zeug so schön!“ 2015: „Der Y. verliert immer seine Mützen, ich hab Wolle gekauft. Kannst du schnell zehn stricken?“ … Okay, ist etwas anders, weil meine Mutter noch lebt. Das ist ein anderer Fall, als wenn man die Prägung durch eine Tote im Kopf hat, denn die Tote kann man nicht mehr überzeugen, egal wie man sich anstrengt.

    *“Das Ding“ ist ein Strickrahmen.

  3. freiedenkerin sagt:

    Ich habe auch so eine bereits verstorbene Kontrollinstanz, die mir ebenfalls gerne aufzeigt, dass ich das, was ich mir vorgenommen habe, ohnehin nicht ordentlich zuwege bringen werde. Seit einer Weile lehne ich mich allerdings immer öfter dagegen auf: „Halt den Mund, geh dorthin zurück, wo du jetzt bist, und lass mich gefälligst in Ruhe!“

  4. momfilou sagt:

    Hab ich ein Glück gehabt:
    Eigentlich durfte ich nicht an Mutters Nähmaschine, weil sie Angst hatte, dass ich die Nadel abbreche (Nadeln waren nach dem Krieg kaum zu haben). Als mich meine Mutti überraschte, dass ich ein winziges Puppenkleid auf ihrer Maschine nähte, sagte sie: „Du kannst ja nähen, das wusste ich nicht!“
    Leider hatte ich mich in der Zeit verschätzt, die Mutter noch fort sein würde, denn ich hatte vorher schon einmal etwas darauf genäht.
    Ich hatte nur einfach gemacht, was ich so oft bei ihr gesehen hatte!!!
    Wirklich Glück gehabt
    Gerel

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