Kuddelmuddel

sechstausenddreihundertfünfzehn

Das sind meine Schritte heute, bis jetzt und sechs mal bin ich die Treppe rauf und runter gelaufen. Ich fühle mich träge, die Luft ist schwül und warm. Ein Gewitter hängt drin und meine Anspannung dem Regen gegenüber ist greifbar. Hoffentlich bleibt er moderat! 

Meine andere Baustelle – essenstechnisch gesehen – schwebt ja auch im Raum. Wenigstens trinken die Junioren, wenn auch fast ausschließlich Cola. Der Kerle debattiert mit mir um jedes Salzstängelchen. Noch gewinne ich die Streitgespräche, aber zunehmend schwindet meine Überzeugungskraft. 

Heute Nachmittag war eine Helferinfreundin da und wir haben vorgelesen. Ich mache so etwas gerne und sicherlich auch gut. Das Töchting kennt das Krankenhausbuch auswendig und wehe, wehe, wenn ich ein Wort austausche, dann berichtigt sie mich vehement konsequent.  Schummeln geht nicht – auch nicht beim Schrittzähler. Ich brauche noch ein paar Hundert, so werde ich, wenn die Junioren denn endlich im Bett sind – was noch etwas dauern wird – zum See und zurück laufen und hoffentlich die innere Unruhe loswerden.  

Veröffentlicht von piri

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Asperger-Autistin bin ich obendrein auch. -*-*-*-*-*-*-*-*- In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschaffen habe, anzuschauen. Dann geht's wieder ...

3 Gedanken zu „sechstausenddreihundertfünfzehn“

  1. Der Emil sagt:

    Es ist Dir hoffentlich gelungen, zum See zu gehen und wieder zurück. Und ich wünsche Dir, daß die Unruhe etwas weniger geworden ist …

    1. piri sagt:

      Nein, es ist mir leider nicht gelungen. Ein Unwetter mit Gewitter, Starkregen und Sturm ist heruntergegangen, hat mich in Panik versetzt und an den nassen Keller denken lassen – so konnte ich nicht los. Die Feuerwehr von gegenüber ist komplett mit Blaulicht ausgerückt. Land unter! Wieder viele Keller unter Wasser. Zum Glück unserer nicht noch einmal.

      1. Der Emil sagt:

        Ach Du Schreck.

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