Behinderung, Gedanken

wenn irgendwer

sie oder er

Falls irgendwer mir jetzt noch mal Sprüche um die Nase wirft, seien sie auch noch so gut gemeint,

dann

– dann kann ich auch nichts machen! Natürlich ist Mitgefühl großartig, hilft mir nur rein gar nichts.

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Die Junioren sind im Bett, sollten jetzt eigentlich auf dem Weg in die Werkstatt sein und dort gut ver- und umsorgt werden. Geht nicht! Sind beide viel zu schlapp. Was mit mir ist, danach fragt keiner. Was mit den Pflegekräften allgemein ist, danach fragt kaum jemand. Was mit den Angehörigen, der zu pflegenden ist, erst recht nicht! Egal, für mich ist das wirklich egal – ich mache es weiter, bis ich zusammenklappe. Was mir helfen würde, wäre praktische Hilfe wie, dass mir jemand Essen kocht und den Efeu vorm Haus abschneidet (er wuchert und ich habe nicht die Kraft dazu ihn zu entfernen). Auch einmal durchsaugen täte gut.

Carsten & Wiebke sind wunderbare Menschen, sie meckern nicht (oder nur sehr wenig) und sie können sich, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, gut allein beschäftigen. Dennoch muss ich jeden Tropfen und jeden Bissen bei beiden in den Mund reden – auch da hätte ich gerne Unterstützung. Die Pastorenfreundin ist inzwischen alt geworden und hatte noch nie die Geduld mit uns am Esstisch zu sitzen. Eine neue Helferin ist Diabetikerin, und wenn niemand als Vorbild mitisst, dann geht der Schuss mit dem Essen zu helfen nach hinten los: „Die isst doch auch nicht!“ Dass sie es aus Gründen nicht kann, ist schwer vermittelbar. Es wird Zeit, dass wir endlich zur Mutter-Kinder-Kur kommen. Nur einen verbindlichen Termin haben wir immer noch nicht!

Veröffentlicht von piri

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Asperger-Autistin bin ich obendrein auch. -*-*-*-*-*-*-*-*- In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschaffen habe, anzuschauen. Dann geht's wieder ...

6 Gedanken zu „wenn irgendwer“

  1. Reni´s Odds and Sods sagt:

    Ich wünsche dir, dass die Kur ganz bald Realität wird!
    LG Reni

    1. piri sagt:

      Das wünsche ich mir auch so sehr!

  2. wildgans sagt:

    Da helfe ich mal mit, kräftig Daumen drücken!

    1. piri sagt:

      Können wir gut gebrauchen!

  3. SamyBee sagt:

    Ich wünsche mir immer jemanden, der mal ein einfaches Abendessen plant, dafür einkauft und es kocht
    Abends bin ich total überfordert von Pflege, Essen kochen und allem was den Kindern vorm Schlafengehen noch einfällt. Und wenn dann was schief geht, mag es auch nur was kleines sein, dann ist es mir zu viel, dann weiß ich nicht mehr wohin mit mir.
    Drücke die Daumen, dass irgendwo eine Entlastung auftaucht.

    1. piri sagt:

      Oh ja, das wäre super. Nichts weltbewegendes! Muss wirklich nicht jeden Tag sein. Manchmal, selten, aber wenigstens mal – für dich, für mich, für alle pflegenden Angehörigen.

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