Gedanken, Kuddelmuddel

Zufriedenheit

Was ist das? Hat irgendwas mit Frieden zu tun. Frieden mit den anderen oder mit mir selbst? Zufriedenheit bedeutet, so Wikipedia: innerlich ausgeglichen zu sein und nichts anderes zu verlangen, als man hat, oder mit den gegebenen Verhältnissen, Leistungen oder Ähnlichem einverstanden zu sein, nichts auszusetzen zu haben. Adjektivisch ist man zufrieden (etwa mit sich und der Welt).

Dann war ich das nie so ganz – ich wollte immer was anderes, hatte immer die Sehnsucht, dass es doch da noch was gibt, das mich ausfüllt! Nicht Arbeit und kein Essen, kein Luxus, was immer auch das heißen mag:

___________________________________
Das Lied vom donnernden Leben

Das kann doch nicht alles gewesen sein
Das bisschen Sonntag und Kinderschrein
Das muss doch noch irgendwo hin gehn
hin gehen

Die Überstunden, das bisschen Kies
Und aabens inner Glotze das Paradies
Da in kann ich doch keinen Sinn sehn
Sinn sehn

Das kann doch nicht alles gewesen sein
Da muss doch noch irgendwas kommen! Nein
Da muss doch noch Leebn ins Leeben
eebn

He, Kumpel, wo bleibt da im ernst mein Spaß?
Nur Schaffn und Raffn und Hustn und Hass
Und dann noch den Löffel abgebn
gebn

Das soll nun alles gewesen sein
Das bisschen Fußball und Führerschein
Das war nun das donnernde Leebn
Leebn

Ich will noch’n bisschen was Blaues sehn
Und will noch paar eckige Runden drehn
Und dann erst den Löffel abgebn
eebn

© Wolf Biermann

Bitte nicht nur liken – sind doch die Kommentare das Salz in der Suppe. Danke!

Veröffentlicht von piri

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Asperger-Autistin bin ich obendrein auch. -*-*-*-*-*-*-*-*- In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschaffen habe, anzuschauen. Dann geht's wieder ...

2 Gedanken zu „Zufriedenheit“

  1. Reni´s Odds and Sods sagt:

    Dieses Biermann-Lied kannte ich gar nicht.
    Danke für ’s Teilen.
    LG Reni

    1. piri sagt:

      Für mich war es eines der ersten Lieder von Wolf Biermann, das ich gehört und mitgegröhlt habe.

Kommentare sind geschlossen.