Behinderung, Gedanken

Oooohm

Ach ja, was gäbe ich drum, wenn ich die Weisheit des Buddhas hätte oder zumindest die Gelassenheit eines tibetischen Mönches. Nein, ich bin leider nicht ruhig. Bin eine, die zwar auch aufbrausend sein kann – es aber eigentlich nie sein werde. Meinen Frust fresse ich mich in mich hinein. Wobei fressen nun dann doch wieder nicht stimmt – mir vergeht eher der Appetit! Es brodelt in mir und mein ganzer Zorn richtet sich gegen mich.

Was kann man machen, wenn sich die diffuse Angst breit macht? Diese immer mehr Raum gewinnt? Das Mamaschlechtgewissen denkt, dass es ein schöner Tag werden soll. Ich will es doch allen recht machen, möchte, dass das Töchting zufrieden ist und dass der Kerle nicht nur auf dem Rollstuhl sitzt, sondern auch einmal absteigen kann. Aber ich will auch selbst etwas erleben – leben und nicht nur überleben. Ich sollte sie wecken, die Junioren, der Tag wird schön – ein Sommersonnensamstag! Und, und wir haben heute ab Mittag eine tatkräftige Helferin zur Hand. Sollte ich nicht ein Stückchen Verantwortung an sie abgeben? Was meint ihr?

Bitte nicht nur liken – sind doch die Kommentare das Salz in der Suppe. Danke!

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Nachtrag um kurz vor sieben am Abend: Danke G! War ein schöner Ausflug, wenn er auch mit Zeter und Mordio begann.

Veröffentlicht von piri

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Asperger-Autistin bin ich obendrein auch. -*-*-*-*-*-*-*-*- In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschaffen habe, anzuschauen. Dann geht's wieder ...

10 Gedanken zu „Oooohm“

  1. Verwandlerin sagt:

    Tolles Zitat von Messner!

    1. piri sagt:

      Dein Kommentar wird natürlich völlig aus dem Zusammenhang gerissen, wenn ich in der Seitenleiste das Zitat ändere!

  2. Pe sagt:

    Wenn du abgeben kannst, dann tu es…. Mir persönlich fällt Abgeben von Verantwortung immer schwer, Ich werde da leider zum Kontrollfreak.

    Ich wünsche euch einen wunderschönen Tag

    1. piri sagt:

      Abgeben fällt mir extrem schwer. Ist aber dringend nötig!

  3. Reni E. sagt:

    Verantwortung abzugeben ist nicht leicht, musste ich auch erst lernen. Aber es erleichtert ungemein. Probier es aus, es kann nichts passieren.
    Einen relaxten Tag wünscht dir
    Reni

    1. piri sagt:

      Nichts passieren? Aber bei der Helferin bin ich guten Mutes!

  4. christine b sagt:

    ich hoffe du hast abgegeben und einen tag für dich, denn mit dir und deiner kraft steht und fällt alles.

  5. Grinsekatz sagt:

    Hab eine gute Zeit, heute Nachmittag!

  6. freiedenkerin sagt:

    Ja, tue es!
    Ich wünsche euch allen einen guten und schönen Tag!

  7. SamyBee sagt:

    Genauso geht es mir. Aber erst seit drei Monaten.
    Lerne sie erst ein bisschen kennen und fasse selbst Vertrauen. Wenn sie eine gute ist, dann kommt sie damit klar, hat Geduld und nutzt die Zeit, die beiden kennenzulernen. Ich habe beim letzten Besuch meiner Helferin einen dreistündigen Ausflug mit der Kleinen gemacht und es war gefühlt ein Urlaub. Wir waren nicht weit weg, und über Handy stets erreichbar. Aber gut war es!

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