Behinderung, Gedanken

es geht wieder los

Schon wieder! Ich mag nicht mehr! Darüber will ich auch nichts schreiben – es ist viel zu nervenaufreibend. Meine Nerven, die der Junioren und wahrscheinlich auch die, der Mitarbeiter in der Lebenswerkstatt. Wenn diese denn wenigstens kommunizieren würden? Irgendwas läuft schief. Der Kerle kotzt wieder regelmäßig, das Töchting trinkt genauso wenig wie er und zudem bringt sie ihr Frühstück wieder mit heim.

Ich weiß, dass die Abteilung unterbesetzt ist – ich weiß tatsächlich mehr, als andere Angehörige, weil meine Junioren reden können. Aber was ich ihnen glauben kann, das weiß ich nicht. Die Mitarbeiter hüllen sich in Schweigen und das klärende Gespräch, das ich mit deren Vorgesetzten geführt habe, hat nichts gebracht. Es werden noch immer keine Mitteilungsheftnotizen abgezeichnet. Ich weiß also nicht, ob sie überhaupt lesen.

Was mich am meisten belastet ist, dass meine Junioren irgendwie versorgt werden und diese blöde Pandemie hindert mich daran, ein Gespräch mit allen Beteiligten zu führen. Sie haben eh schon keine Zeit, die notwendigen Arbeiten zu machen, da ist ein außerplanmäßiges Treffen erst recht nicht drin.

Veröffentlicht von piri

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Asperger-Autistin bin ich obendrein auch. Eine kleine Aufmerksamkeit bringt uns näher an unser großes Ziel!