Gedanken, Kuddelmuddel

noch ˋne Frage

Was glaubst du wer du bist?

Eine sehr neutrale Frage, aber ich habe immer den Ton meiner Mutter im Hinterkopf, die das Wörtchen eigentlich eingefügt hat: “Was glaubst du eigentlich wer du bist?” Und schon zweifle ich an mir. Wer bin ich? Wer bin ich wirklich? Wer bin ich eigentlich? Auch darauf gibt es Antworten, die ich hier nicht alle geben will. Denn ich bin mehr, als nur ein Mensch, eine Frau, eine Mutter – und doch bin ich es nur! Je nach dem in welchem Kontext man fragt, kann man die verschiedensten Antworten geben. Ich habe Fehler, aber ich bin nicht der Fehler. Mutig bin ich und Angst habe ich, aber daraus kann niemand schließen, dass ich ein Schisshase bin oder ins Weltall starte… Ich bin mal so und mal so, mal anders und doch wieder gleich. Ich bin mal wie du und mal wie dein Gegenüber – immer bin ich ich!

 

Veröffentlicht von piri

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Asperger-Autistin bin ich obendrein auch. -*-*-*-*-*-*-*-*- In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschaffen habe, anzuschauen. Dann geht's wieder ...

5 Gedanken zu „noch ˋne Frage“

  1. momfilou sagt:

    In einem Gedicht schrieb ich einmal:
    “Ich bin und bleibe ich,
    was ich auch werde.”
    Nun bin ich alt und immer noch ich…

  2. christine+b sagt:

    einer der schlimmen sprüche, die eltern früher (ich hoffe nicht mehr) auf ihre kinder los ließen, ohne zu wissen, was sie ihnen damit antun.
    man kriegt schon mit, dass man nicht der ist, der man sein sollte, den sich die eltern gewünscht haben.
    hilft nur, sich selbstbewußt zu sagen, ich bin wie ich bin und ich bin gut so!

    1. piri sagt:

      Ja, aber wir sind leider nicht nur die, die wir sind, sondern auch die, die wir sein sollen!

  3. Pe sagt:

    Mein Vater hat diesen Satz früher oft zu mir gesagt. Das hatte ich ganz vergessen… oder verdrängt.
    Mir fällt jetzt erst auf wie fies und abwertend er ist.
    Also nicht falsch verstehen das er nicht liebevoll behaftet ist war mir immer klar, aber das er bewusst gewählt wurde um die betreffende Person gezielt herabzusetzen bzw auf den ihr – nach Meinung dessen der ihn ausspricht – zustehenden Rang zu verweisen wird mir jetzt erst so richtig deutlich bewusst…

    1. piri sagt:

      Es tut immer noch, auch nach Jahren weh. Diesem Satz sollte eine Triggerwarnung voraus gestellt werden!

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