Kuddelmuddel

Was gefällt euch …

… wenn ich in einem Beitrag von Erschöpfung schreibe?

Wenn ich die Likes im Reader ausstellen könnte, dann hätte ich das längst gemacht. Leider geht das nicht und wenn ich sie auf der Webseite ausstelle, dann kann ich nicht sehen, wer geliked hat. Denn, ich wüsste schon gerne wer so etwas macht – aber viel lieber wüsste ich, warum jemand das macht? Möglicherweise ist das Sternchen auch falsch auszulegen. Für mich bedeutet es, was es ist, ein Sternchen und »gefällt mir«. Beiträge, in denen es um Erschöpfung, Kummer und Leid geht, gefallen mir nicht – auch wenn sie möglicherweise gut geschrieben sind […]

Veröffentlicht von piri

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Asperger-Autistin bin ich obendrein auch. -*-*-*-*-*-*-*-*- In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschaffen habe, anzuschauen. Dann geht's wieder ...

9 Gedanken zu „Was gefällt euch …“

  1. Ruhrköpfe sagt:

    Hallo Piri, wenn ich diesen Button bei dir oder anderen benutze, bedeutet es weniger „gefällt mir“ als viel mehr in erster Linie „Hey, ich war hier, habe das Geschriebene zur Kenntnis genommen, denke noch drüber nach oder auch nicht…“, möchte jedoch aus sehr unterschiedlichen Gründen meinen „Senf“ mit einem Kommentar nicht dazu geben. Liebe Grüße, Annette

  2. Reiner sagt:

    „Gefällt mir“ – im Sinne von gelesen und mitgefühlt. Anteil genommen. Nimm s nicht wörtlich, das Sternchen. Es ist eine Duftmarke, ich war hier, will es sagen. Nicht mehr und nicht weniger.

    Grüße, Reiner

    1. nurmomfilou sagt:

      Habe ich auch oft schon so gemacht, werde mich aber ab heute unbedingt davor hüten, um Piri nicht zu stressen bei all ihrem Stress, den sie auch ohne ihre Leser/innen hat!!!

  3. dergl sagt:

    Ich finde wichtig, dass du das (nochmal) ansprichst.

    Ich glaube, WordPress hat sich dahin entwickelt, dass viele, die es nutzen es wie ein soziales Netzwerk nutzen. Vielleicht auch ohne sich dessen bewusst zu sein, weil besonders wordpress.com (für .org weiß ich es nicht, weil ich damit nie ein Blog hatte) viele Funktionen hat, die auch ein Soziales Netzwerk hat. Die Like-Funktion, die Reblog-Funktion, die (bei vielen Nutzenden) Anspruchshaltung, dass Zugangsanfragen zu privat gestellten Blogs okay seien, denn bei Facebook in den Gruppen sei das auch so, kein Respekt vor dem Content anderer Leute etc. Das macht es natürlich einfach und bequem und hat bestimmt auch einen Sinn oder eine positive Absicht, aber dabei geht – das ist meine Erfahrung aus meiner wordpress.com-Zeit von 2009 bis 2019) oft aus dem Blick verloren, dass nicht alle Bloggenden diese Funktionen in gleichem Maße mögen oder brauchen oder wollen und man denkt schnell, dass alle es genauso handhaben wie man selbst. Weil man eben so schnell konsumiert. Auf anderen Plattformen ist das zum Teil noch langsamer. Deswegen sind viele, die eher ernstere Themen haben wohl auch abgewandert, WordPress hat in gewissen Kreisen mittlerweile den Ruf „Mamiblogs, Influencerinnen und Menschen, die sich über Klicks definieren“, inwieweit das stimmt weiß ich nicht, dazu bin ich zu sehr aus der Materie raus. Abwandern per se als Lösung kann aber nur eine von mehreren möglichen sein. Ich finde es wichtiger, wenn man es macht wie du und seine Lesenden aufruft zu hinterfragen, was sie bezwecken wollen, wenn sie die Funktionen wie das Liken nutzen und darüber kurz nachzudenken, ob sie dir gegenüber damit wirklich etwas bei dir positiv ankommendes ausdrücken oder ob es ihnen überhaupt wert ist hier zu lesen. Auch so ein WordPress-Phänomen scheint nämlich zu sein, dass Leute irgendwann gar nicht mehr wissen wen sie aus welchem Grund mal aboniert haben und dann im Reader gucken „Ah, interessant * klick, ah, schönes Foto * klick * etc“, ohne überhaupt noch drauf zu schauen aus welchem Blog oder von welcher Person der jeweilige Beitrag eigentlich kommt. Vielleicht – ich weiß es nicht – nehmen einige Leute, die hier liken gar nicht mehr wahr wo sie hier lesen oder bei wem.

    (Ich kann mich erinnern, dass es vereinzelt Personen gab, die verwundert waren, dass ich zu Zeiten meiner Blogs immer wusste wer mir seit wann gefolgt ist. Das war für mich ganz natürlich und wird von vielen anderen Leuten in den Themenbereichen auch so gehandhabt. Personen, die aber – das ist nicht negativ gemeint – trivialere Inhalte machen – bei mir war ja alles sehr ernst -, unterhalten wollen, unterhalten werden wollen oder ähnliches, achten da aber oft nicht so drauf und schauen eher auf die Zahlen. Ist auch nicht schlecht, ist halt nur anders als bei Blogs mit Themen wie du sie hast oder ich sie hatte. )

  4. Reza sagt:

    There are several reasons. For me, in your blog posts, I can learn several deutsch words regardless of the content!
    On the other hand, many of your descriptions ( regardless of positive or negative content) are very close to my mood at that moment. So, spontaneously I press that star!
    Bitte entschuldigen Sie mir zum Englisch schreiben

    1. Reni E. sagt:

      Sternchen von mir bedeutet, dass ich gefühlsmässig bei dir bin und nachvollziehen kann, wie es dir geht.
      Liebe Grüße
      Reni

  5. Verwandlerin sagt:

    Ach ja, was soll ich sagen. Reg dich nicht auf.
    Ich like das bei dir nicht, weil ich weiß, wie sehr es dich stört.
    Bei anderen schon, im Sinne von „gut geschrieben, auf den Punkt gebracht“.

  6. rabenzahn sagt:

    Für einige scheint das „Liken“ gleichbedeutend mit „schon gelesen“ oder „zur Kenntnis“ genommen, weil es im Reader dann auch markiert ist.
    Ich empfinde ein Like auch mal als „ich fühle mit dir“, je nachdem, von wem es kommt.

  7. Stephanie Jaeckel sagt:

    Das Sternchen ist pure Solidarität.

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