Behinderung, Bücher, Gedanken

gefunden

Wir haben ihn doch tatsächlich gefunden, den verlorenen Frühling! Nur, wenn man mit zwei Rollstühlen und den darin sitzenden bibbernden Junioren spazieren geht, dann bleibt keine Zeit zu fotografieren. “Mach mal hinne Carsten!” “Mach ich doch!” “Du bist aber so lahm, da fahre ich den Weg mindestens dreimal, bis du auch nur fünf Meter weit bist!” Wiebke ist unerbarmlich. Meine Autokorrektur will erbärmlich draus machen, aber sie hat einfach kein Erbarmen mit ihrem Bruder. Der Kerle strengt sich an, kann aber wirklich nicht. Doch ein bisschen auspowern ist gut und macht obendrein warm. Rund um den See herum ist es matschig. “Das machen wir nicht?” Carsten guckt mich fragend an und ist sehr erleichtert, als ich sage, dass wir zurückgehen.

Zu Hause angekommen, gab es Kakao und Schokoladenkekse. Leider keine selbstgebackenen: “Das müssen wir unbedingt machen. Die gekauften haben zwar lecker geschmeckt, aber unsere eigenen sind tausendmal besser!” Das Töchting sprach’s und steckte den letzten in die Schnute!

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Meine Schrittzähleruhr habe ich wieder eingemottet. Ich weiß jetzt, was ich ungefähr am Tag laufe, mehr wollte ich nicht wissen. Außerdem hat sie mir eine Kontaktallergie beschert und wenn ich wissen will, wie spät es ist, dann habe ich immer noch mein Handy.

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Gefunden habe ich am Nachmittag – nach dem Betten beziehen – zwei Stunden um im Buch übers Innere Kind zu lesen. Am Abend fang ich dann Milchmann an! Das habe ich im öffentlichen Bücherschrank gefunden!

Veröffentlicht von piri

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Asperger-Autistin bin ich obendrein auch. -*-*-*-*-*-*-*-*- In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschaffen habe, anzuschauen. Dann geht's wieder ...

3 Gedanken zu „gefunden“

  1. Der Emil sagt:

    Ach, diese öffentlichen Bücherschränke! Ich muß mich zwingen, daran vorbeizugehen. Sonst kämen zu all den Büchern, die ich mir von dort mit heimgenommen habe, immer noch mehr dazu.

  2. dergl sagt:

    Was man so in Bücherschränken findet… Bei uns steht immer nur so Zeug wie Simmel oder Konsalik, stammt dann vermutlich aus irgendwelchen Haushaltsauflösungen. Das Beste, was ich mal gefunden habe waren “Die Wand” von Haushofer und zwei Bände von Christa Wolff, einer davon aus der DDR. Aber ich brauche mich nicht zu beschweren, denn ich habe eh keine Zeit zum Lesen und frage mich immer noch, was 2020 passiert ist, dass ich da trotz Fernbeschulung und Co. 14 (!) Bücher geschafft habe zu lesen.

    Ich bin etwas verwirrt: Hat jemand dein Avatar gemopst oder likest du jetzt (aus Versehen?) deine eigenem Beiträge?!

    1. piri ulbrich sagt:

      versehen – aber es stimmt. Eigentlich ist nur Schrott im öffentlichen Bücherschrank!

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