Gedanken

6. Januar

Auch die drei Könige müssen dieses Jahr zuhause bleiben. Im vergangenen Jahr, vor Corona, waren sie noch bei uns. Casper, Melchior und Balthasar. Sie waren prächtig verkleidet, keiner von ihnen hatte ein geschwärztes Gesicht. Gesungen haben sie leidlich, ihr C-M-B hat der Vater, der mit dabei war über unsere Haustür geklebt „Christus segne dieses Haus“!

Obwohl ich nicht katholisch bin liegt mir viel an diesem Segen – dieses Jahr fällt er aus! Wie so vieles ausfällt! Was wird noch alles ausfallen? Hier ist heute Feiertag. So wie es draußen aussieht – grau, verregnet, schmuddelig und össelig kalt – so anders ist es bei uns in der Wohnung und doch fehlt irgendwas. Auch die drei Könige!

Veröffentlicht von piri ulbrich

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Asperger-Autistin bin ich obendrein auch. ❤️ -*-*-*-*-*-*-*-*- In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschaffen habe, anzuschauen. Dann geht's wieder ...

6 Gedanken zu „6. Januar“

  1. Violine sagt:

    Habe vorhin im Radio gehört, dass sie in Öhringen doch umgehen. Halt nicht bei den Leuten klingeln und nicht singen, sondern ein Brieflein mit einem Sticker in den Postkasten tun. Auf dem Sticker steht der Segen drauf, den kann man sich dann selbst über die Haustür kleben.
    Und man kann die Öhringer Sternsinger online begutachten. Auf der Website der dortigen Gemeinde ist ein Filmchen mit ihnen.

      1. piri ulbrich sagt:

        Im Briefkasten nichts, aber am Nachmittag kam ein kleines Mädchen und brachte uns den Segen und eine gemalte Hoffnungskerze vorbei!

        1. Violine sagt:

          Wie nett!

          Seid gesegnet!

  2. christahartwig sagt:

    Das ist sehr interessant, dass Dir etwas an diesem Segen liegt. Ich selbst bin nicht nur nicht katholisch, ich bin sogar nicht gläubig. Ich glaube aber, dass wir von den guten Wünschen unserer Mitmenschen getragen werden. Als meine jüngere Tochter gerade wenige Tage zuvor zur Welt gekommen war (Spanien 1983), da traf ich – bei einer unserer ersten Ausfahrten – auf der Straße einen sehr alten Herrn. Wir waren einander mehrmals begegnet, wenn er spazieren ging und ich unterwegs, um etwas einzukaufen. Wir hatten nie ein Wort gewechselt, einander nur zugenickt und ein Lächeln geschenkt. Er hatte das Wachsen meines Babybauches wohl beobachtet. Jetzt jedenfalls kam er auf mich zu, verneigte sich und sagte mit dem Ausdruck tiefster Aufrichtigkeit: “Gott segne Sie und ihr Kind!” Kaum dass ich mich bedanken konnte, setzte er seinen Weg fort. Ich denke noch heute oft an diesen Alten. Sein Segen bedeutet mir bis heute etwas, und wenn ich an ihn denke, dann segne auch ich ihn – wo immer er jetzt sein möge.
    Ich wünsche Dir den Segen und die aufrichtigen guten Wünsche vieler Menschen.

    1. piri ulbrich sagt:

      Danke – ein Segen hat – wenn er von Herzen kommt – eine große Zuneigung für den zu segnenden Menschen.

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