Kuddelmuddel

Wie das Kaninchen vor der Schlange

… oder: Corona ist sche..e!

Die Nerven liegen blank – nicht nur bei mir. Was wird uns Menschen abverlangt? Diese Pandemie ist einmalig und ich habe keine Lust und auch keine Kraft mehr für irgendwelche Techtelmechtel, Rechtfertigungen, Vergleiche und sonstige Spielereien. Jeder und jede ist irgendwie betroffen — ich will und kann nicht abwägen und entscheiden, wer es am stärksten ist. Niemand steckt im anderen. Leid ist relativ. Was den einen umbringt, das lässt andere nur leise zucken. Ich kann lediglich für mich und begrenzt für die Junioren sprechen und euch sagen, dass es mir beschissen geht. Ich habe Angst! Dieser Shutdown ist zwingend nötig, er wird von uns allen eine Menge Opfer abverlangen. Wir wollen leben. Auch noch nächstes Jahr. Dafür bin ich bereit, stark herunterzufahren – auch wenn es verdammt schwer fällt und ich mich noch mehr alleine fühle.

Veröffentlicht von piri ulbrich

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Asperger-Autistin bin ich obendrein auch. -*-*-*-*-*-*-*-*- In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschaffen habe, anzuschauen. Dann geht's wieder ...

3 Gedanken zu „Wie das Kaninchen vor der Schlange“

  1. Gudrun sagt:

    Du hast Recht, es verlangt allen viel ab. Über ein Jahr habe ich meine Kinder nicht gesehen. Ich weiß nicht, wieviel Zeit mir noch bleibt.
    Gestern haben wir drei Freundinnen uns verständigt, dass wir froh sein können, uns zu haben und dass wir die Freundschaft hüten müssen, weil sie uns auch schützt. Stark heruntergefahren habe ich alle Kontakte schon seit geraumer Zeit. Andere in meiner Umgebung auch. Und die Zahlen steigen und steigen. Ich hoffe, dass es wieder anders wird und dass ich mich den Menschen wieder nähern kann, die mir am Herzen liegen. Dazu gehört ihr drei auch.
    Jetzt kann ich euch nur Grüße aus der Ferne schicken.

    1. piri ulbrich sagt:

      Liebe Gudrun, ich wünsche dir und deinen Lieben und allen anderen auch, dass diese Pandemie sehr bald vorbei ist und wir alle einigermaßen ungeschoren davonkommen.

  2. freiedenkerin sagt:

    Es gibt einen Silberstreif am Horizont. Mit etwas Glück und Rückenwind wird man bereits in einigen Wochen den Impfstoff zulassen. Es wird vorübergehen. Und wir werden stärker daraus hervorgehen… Kopf hoch!

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