Familie, Gedanken, Kuddelmuddel

Familie und andere Katastrophen

Wir reden

Wir reden
wir reden dauernd
aneinander vorbei

Wir reden
wir reden uns
immer weiter auseinander

Vielleicht
schweigen wir uns
wieder zusammen.

Lothar Zenetti

Veröffentlicht von piri

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Asperger-Autistin bin ich obendrein auch. -*-*-*-*-*-*-*-*- In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschaffen habe, anzuschauen. Dann geht's wieder ...

10 Gedanken zu „Familie und andere Katastrophen“

  1. B sagt:

    Solche Gespräche sind immer schwierig und ich stimme Dir zu, dass man einen Mediator braucht und dessen Qualität wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis hat. Ich könnte mir da einen Psychologen als hilfreich vorstellen. Er/sie durchschaut Strategien schneller.

    1. piri ulbrich sagt:

      Ich weiß da schon jemanden. Einen Psychologen würde ein Teil meiner Geschwister nicht akzeptieren.

      1. B sagt:

        Ich wünsche viel Erfolg

  2. Verwandlerin sagt:

    Sehr weise, dein Sohn!

  3. Gerel Calow-Demerath sagt:

    Hallo Petra,
    als es in meiner Herkunfts-Familie sehr schwierig wurde, nahm ich an einer Familienaufstellung nach Bert Heller teil. Das hatte den Vorteil, dass dabei fremde Menschen sich in die einzelnen Familienmitglieder und mich selbst einfühlen können. Es hat sich herausgestellt, dass unser ältester Bruder, der einen anderen Vater hatte, mich zwar liebte und meine beiden anderen Brüder, aber es tat ihm zu weh und er wollte mit uns nichts mehr zu tun haben. (Eine Art Selbstschutz) Wir drei mit einem gemeinsamen Vater verstehen uns immer noch gut, aber mit dem ältesten, dem Halbbruder, haben wir bis zu seinem Tod im Januar jeden Kontakt vermieden.
    Ich glaube, das war für uns alle vier das beste, was wir tun konnten. Manchmal muss man sich auch Verwandte „vom Hals halten“, weil man sonst an deren Gehässigkeit (auch Dummheit) erstickt.
    So war das bei uns, und die Therapeuten, die die Familienaufstellung begleiteten, waren wohl die besten, die ich aus dieser Branche je kennen lernte.
    Mit liebem Gruß
    Gerel

    1. M. - K. sagt:

      Hallo Piri,
      ich habe einen Gedanken und es kann sein, dass er nicht passt. Es ist deshalb auch kein Rat oder so, sondern nur mein Gefühl.
      Du schreibst in den Kommentaren „Ich weiß da schon jemanden“. Vielleicht über rennt das jemanden in Eurer Familie? Vielleicht fühlt es sich für jemanden so an, als ob Du vorher schon etwas abgesprochen hast, zumindest könnte es als „Vorteil“ auf Deiner Seite ausgelegt werden, so mein Gefühl. Was absolut nicht stimmen muss!
      Und tatsächlich ist es ja gut, wenn es schon jemanden gibt, der passen würde und bereit wäre.
      Wenn, je nach Größe der Familie, alle zusammen sich auf einen Mediator einigen sollten, könnte das ganze Ansinnen schon daran scheitern.
      Meine Gedanken gehen dahin, dass es vielleicht, sofern sich alle überhaupt auf diesen Weg einlassen möchten und können, dass jede/r, der mag, jemanden vorschlagen könnte, damit es da im Vorwege nicht zu Missstimmungen kommt.

      Wie gesagt, es kann sein, dass mein Gefühl falsch oder viel zu vorsichtig ist, es ist daher ausdrücklich kein Rat, weil mir das auch gar nicht zusteht, sondern ein Gefühl, ein Gedanke.
      Viele Grüße

  4. Paula sagt:

    Ein Psychologe muss es ja auch nicht sein, davor haben viele Angst. Anwalt wäre besser, die bleiben meistens sachlich und bringen Dinge auf den Punkt. Bring doch einen mit, es gibt Anwälte, die sich als Mediator anbieten.

  5. isa sagt:

    Bei einem Nachbarschaftsstreit wo eine Partei sagt der Baum muss weg und die andere sagt der Baum bleibt, ist es einfacher. Es müssen ja alle Familienmitglieder mit ihren Meinungen und in ihren Gefühlen gehört und auch angenommen werden. Da brechen unter Umständen auch alte Verletzungen auf, die aufgefangen werden müssen. Es ist ein weiter Weg wieder so viel Vertrauen in allen Beteiligten aufzubauen, dass die Familie ein gemeinsames Ziel erreichen kann. Dazu müssen auch alle ein echtes Interesse haben und überhaupt den Willen und die Akzeptanz für Mediator und Mediation aufbringen. Einem Mediator der auch familientherapeutisch arbeiten kann, würde ich das am ehesten zutrauen.

  6. Paula sagt:

    Bei Erbschaftsangelegenheiten: guter Moderator, der es schafft, dass die Beteiligten ihren Emotionen nicht freien Lauf lassen und sich wegen der Anwesenheit eines Fremden zurückhalten, weil es um gute Kompromisse und um Ergebnisse geht.

    Nur bei Famileinzusammenführungen kommt ein Therapeut in Frage, der den Beteiligten hilft sich bewusst macht, welche ihre Motive sind, die hinter Streitereien und Eifersüchteleien von Geschwistern stecken.

  7. piri ulbrich sagt:

    An @lle! Danke für eure guten Kommentare. Entschuldigt, wenn ich nicht darauf eingehe, ich würde nur wieder falsch reagieren …

Kommentare sind geschlossen.