Gedanken

traurig

Einen Freund habe ich heute im Hospiz besucht. Er hat geschlafen, friedlich und ruhig. Im Zimmer war so etwas wie Heiligkeit, aber auch ein Anflug von Aufbruch. Ich habe erzählt und erzählt, habe geweint und war plötzlich sehr still. Unser Freund hängt irgendwo zwischen Himmel und Erde, ist nicht mehr hier und noch nicht dort! Er lebt sein Leben in wachsenden Ringen. Ein anderer Freund aus sehr alten Tagen, von ihm habe ich erfahren, dass er die letzte Stufe erreicht hat. Zum Schluss, so hat mir seine Frau erzählt – kaum war ich zehn Minuten aus dem Hospiz daheim – musste er beatmet werden. Seine Rippen waren alle mehrfach gebrochen. Er war es, der uns damals Mut machte, Carsten auf eine Freizeit mit nicht behinderten stürmischen Jugendlichen zu schicken. “Petra, auch mit Glasknochen kannst du deinen Sohn nicht in Watte packen. Schau mich an, ich habe mir im Leben schon so viel gebrochen und ich bin immer wieder aufgestanden. Knochen heilen, aber ein verschenktes Leben, nur weil mal etwas brechen kann, ist ein vergeudetes Leben. Lass ihn fahren!” Mit dreizehn habe ich meinen Sohn fahren lassen und er ist mit tausend Ideen zurückgekommen. Übersprudelnd und glücklich!  Am Samstag ist der Freund über den Styx gefahren. Wahrscheinlich mit wachen Augen und sehr neugierig…

Kuddelmuddel

Schnee

Es hat geschneit, nicht zu knapp geschneit. Ich komme an die Grenzen meiner körperlichen Belastbarkeit, denn unser Weg, ums Haus herum zur Straße ist weit und auch der Gehsteig nicht kurz. Schneeschippen wird nicht meine Lieblingssportart!