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Frage | 22. Mai 17

Fragezeichen Es ist Montag, eine Woche beginnt – eine neue Woche und endlich wieder mit Zeitung. Letzte Woche war ich ja unterwegs und meine Zeitung hatte ich dem Knast gespendet.

Was lest ihr zuerst in der Zeitung? Abgesehen von der ersten Seite…

Was kümmert mich mein Kopf, …

… wenn es so schön ist?

Sonntags auf der Terrasse

Sonntags auf der Terrasse

Mein Schädel brummt, wie ein Propellerflugzeug mit Aussetzern im Sinkflug – die Siebbeinhöhlen sind immer noch dicht und an eine Öffnung ist in absehbarer Zeit nicht zu denken. Eventuell muss ich doch unters Messer, aber da sei Gott vor – ich will nicht! Heute Morgen war ich noch sehr verzagt und hatte gehofft, dass dieser Sonntag schnell zu Ende geht. Jetzt möchte ich bis in die Dämmerung draußen sitzen.

Was ist geschehen?

Dieses Wochenende stand unter keinem guten Stern. Niemand der Helfer hatte Zeit oder Lust etwas mit uns zu unternehmen. Es schien trostlos zu werden.

Vorweg; wir haben nichts gemacht, sind nicht zum Lighthouse Gottesdienst und spazieren waren wir auch nicht. Stattdessen hat am späten Vormittag mein Handy gebimmelt. Eine fremde Nummer, ich vermutetet einen Werbeanruf und reagierte gereizt, zumal die Anruferin ihren Namen nicht nannte und einfach nach Carsten und Wiebke fragte.
Es stellte sich heraus, dass die Anruferin meinen Aushang gelesen hatte und sich vorstellen konnte, als Helferin zu fungieren. Um die Mittagszeit war sie da, hat sich bestimmt eine Stunde mit uns unterhalten und nächsten Sonntag gehen wir gemeinsam schwimmen.

Die Helferzahl hat sich sehr reduziert,oft stehe ich alleine da. So ist es besonders schön, dass eine gestandene Frau Interesse zeigt, jemand, der denkt, mitdenkt, dem ich nicht alles sagen muss… Sie hat ihren eigenen Kopf und trotzdem oder gerade deswegen kann ich mir vorstellen, dass das was wird mit uns. Carsten und Wiebke mögen sie und das ist mehr als die halbe Miete.

Für meinen Brummschädel habe ich Schmerztropfen. Gegessen haben wir draußen, spielen tun wir draußen, das Leben ist draußen und wir sind mal dabei – zwar noch nicht mittendrin, aber immerhin nicht mehr außen vor.

Ist das nicht schön? Meine Angst hat Pause, sie kommt wieder, ich weiß es, aber jetzt ist erst mal jetzt!

es rattert

Meine Spülmaschine ist es, die rattert – nicht schön, hört sich beängstigend an und lässt mich daran denken, dass eventuell eine neue fällig ist!

Nee Leute

Oooch menno, immer ist das Wetter schuld!

Nicht wirklich, aber manchmal schon.  An meiner doofen Panikattacke wahrscheinlich aber nicht und wenn, dann nur sehr peripher! Schönstes Spaziergehwetter, nicht zu heiß und nicht nass – nur eben ohne Spaziergehpartner. Ohne jemanden, der die Junioren motiviert und mich mitreißt. Denn, dass ich Carsten und Wiebke heute nicht anspornen kann rauszugehen, das liegt eher daran, dass ich völlig atemlos bin.

Mist, mistiger, am mistigsten – gibt es überhaupt eine Steigerung von Scheiße? Ja – Fibromyalgie! Meine 13 Stufen aus dem Souterrain fühlen sich an, wie eine Himalayabesteigung ohne Atemmaske. Meine Güte, wann wird das endlich besser? Noch dazu habe ich in letzter Zeit reichlich zugenommen – wegen dem Prednisolon, denn das macht Appetit und wer das hat, der isst eben mehr. Und wenn ich Frust habe, weil mir meine Sachen nicht mehr passen und ich mich nicht im Spiegel angucken mag, dann vertilge ich schon mal eine Tafel Schokolade – so ganz nebenbei versteht sich.

Wer da noch motiviert ist und motivieren kann, den müsst ihr mir zeigen, vor dem ziehe ich meinen Hut! Vorerst werde ich erst einmal schauen, ob es nicht doch möglich ist heute Abend hier rauszukommen. Es wäre doch gelacht, wenn wir nicht von der Miste kämen!?

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