voller worte

Monat: März 2017 (Seite 1 von 21)

WordPress-Reader

Ihr lieben Leute vom WordPress-Reader, bei mir kann auch kommentiert werden – nur halt nicht im Reader! Besucht meine Seite, dann geht das völlig unkompliziert.  

Warum ich Pferde mögen müsste

Pferde sind mir zu groß, ob ich sie nicht mag – Tiere im Allgemeinen mag – kann ich nicht sagen, ich vermeide es, in Kontakt zu ihnen zu kommen.  Dabei müsste ich ganz besonders Pferde sehr gerne leiden, haben sie mir doch  (eine Erinnerung ist zurückgekehrt) sie haben mir indirekt mein Leben gerettet.  

Charité, diese Kurzserie in der ARD, erzählt von bahnbrechenden Erfindungen in der Medizin. Behring erforscht einen Impfstoff gegen Diphtherie. Und da wusste ich auf einmal wieder, dass ich als Kind mit Pferdeserum behandelt wurde! Jetzt ist mir auch klar, woher meine Lungenerkrankung kommt.

Wieder drängen sich Fragen auf: Warum hat mich meine Mutter nicht darauf hingewiesen? Weiß sie es nicht mehr? Aber bei uns sind Krankheiten immer totgeschwiegen worden…

Angst ist kein guter Begleiter

Seit ich denken kann, habe ich Angst! Ich erinnere mich an eine Begebenheit – da muss ich ungefähr 5 Jahre alt gewesen sein, in der Schule war ich noch nicht – da habe ich bei einem Psychologen mit einem Puppenhaus gespielt. Mehr weiß ich nicht, nur dass ich Angst vor irgendetwas hatte.

Nach außen war ich ein forsches kleines Mädchen, das Hosen so selbstverständlich trug, wie es Felsen hochkletterte. Frech sogar und scheinbar ohne Furcht!

Meine Eltern konnten nicht verstehen, dass ich nachts weinte – ohne Grund und noch dazu konnte ich nicht einmal benennen, was überhaupt war. Ich denke, meine Oma war es, die meinen Vater drängte mit mir in die Kinderklinik zu gehen und mich dort dem psychiatrischen Dienst vorzustellen. – Ich weiß es nicht mehr, ich erinnere mich nur sehr wenig an meine Kindheit. Bruchstückhafte Reminiszenzen setzen sich nicht zu einem vollständigen Puzzle zusammen. Ich weiß nur, dass ich viel alleine war, allein war, auf mich gestellt und dann, als meine jüngste Schwester geboren war, diese sehr liebte.

Wenn ich zurückschaue, dann sehe ich nichts – jedenfalls nicht wirklich viel aus meiner Kindheit. Ich weiß nicht warum das so ist? Und ich weiß auch nicht, ob ich wirklich wissen will, was war!

Lange Zeit dachte ich, es wäre normal; aber dann sprudelte eine Bekannte ihre Kindheitserlebnisse heraus und fragte mich nach meinen. Ich musste passen. Auch deswegen möchte ich eine tiefenpsychologische, eigentlich viel lieber eine analytische Therapie machen. Ich möchte endlich meine Vergangenheit wieder haben. Auch wenn sie nicht schön war! Vielleicht war sie es ja doch!

Auf jeden Fall möchte/muss ich wissen wovor ich solche Angst habe – ich kann sie nicht benennen.

    Ich habe tausend Fragen im Kopf:
    Warum kann ich nicht Nein sagen?
    Immer denke ich erst an die anderen, an mich denke ich, wenn überhaupt, erst zuletzt. Warum kann ich mich nicht einmal selbst wichtig nehmen?
    Warum bin ich nur so perfektionistisch?
    Warum fällt es mir so schwer, wirkliche Nähe zuzulassen?
    Warum zweifle ich so oft an mir?
    Warum kann ich keinem Menschen richtig vertrauen?

Diese Angst, dieses Klammern, dieses nicht loslassen können muss doch irgendwo verankert sein. Eine Begebenheit aus meiner Lehrzeit habe ich sehr genau in Erinnerung: ich bin sehr früh, als erste in der Lehrlingsabteilung der Druckerei. Schon kurz vor sechs Uhr morgens. Mich erfasst eine Panikattacke und ich kauere mich zusammen, hoffe, dass mich niemand sieht, krieche in die hinterste Ecke unter einen halb ausgezogenen Setzkasten und zittere. Immer noch zitternd, leise wimmernd sieht mich dort ein Kollege sitzen und dieser fragt mich: „Petra, was ist los?“ „Ich weiß nicht, ich habe Angst!“ Vor was?“ „Wenn ich das wüsste!“

Das ist nun schon fast 45Jahre her und ich weiß immer noch nicht, was meine Hauptangst ist…

Worte – eher Wörter

Es gibt Wörter, die ich nicht  mag:
    bald
später
    nichts
       irgendwann
demnächst
  möglicherweise
vielleicht
      eventuell
       egal
weiß ich noch nicht
        mal gucken

Die Wörter können nichts dafür und die Menschen, die sie gebrauchen wahrscheinlich auch nicht.

 

ältestenBeiträge

Copyright © 2017 voller worte

Theme von Anders Norén↑ ↑