Vermissen

Manche Tage stehen im Zeichen des Suchens! So war es heute – Früher als Kind haben wir, ganz nach Pipi Langstrumpf Manier, einen Findetag erkoren und haben Steine gesammelt und diese dann als großen Schatz deklariert. Wer mit offenen Augen durch die Gegend geht, findet immer etwas – ob wertvoll oder nicht, spielt keine Rolle und liegt ja auch im Auge des Betrachters.

Als kleines Mädchen habe ich eine Spielgefährtin vermisst, die mit mir zusammen auf Schatzsuche ging. Ich habe alleine gesucht und gefunden. Gemeinsam macht es mehr Spaß. Denn, was ist ein Stein, wenn keiner Fantasien hineingeheimnist? Ein Stein ist ein Stein, ist ein Stein. Aber jemand sieht einen Riss und schon entstehen Geschichten … Ich vermisse einen Hinseher, einen, der meinen Stein wendet, dreht und den Riss sieht.

Veröffentlicht von

piri ulbrich

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Ein Kopf voller Fragen: Was denkt er gerade? Was ziehe ich heute an? Wo ist Süden? Soll ich, oder nicht? Warum habe ich in den 70er Jahren meine Haare so verunstaltet? Wie bekomme ich diesen Fleck weg? Was macht eigentlich die - ähm, wie heißt sie noch - die Dings, die... ömpf... die, die immer so schräg aussah? Was macht die Feuerwehr hier? Warum immer ich? Ist dein Blau mein Blau? Wer hat die Schokolade aufgegessen? Wieso regnet es schon wieder? Was? Wieso? Warum?

4 Gedanken zu „Vermissen“

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