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Stichworte

  • unausgeschlafen – weil wieder die Geister tanzten
  • trotzdem fröhlich – weil es die Junioren auch sind
  • aufgeregt – weil ich gleich einen wichtigen Termin habe
  • ungeschminkt – das muss ich noch ändern
  • atemlos – na ja, wie immer
  • hungrig – aber ich muss dringend die Rettungsringe loswerden
  • Tee trinkend – weil Kaffee grad gar nicht schmeckt

Das ist auch ein Beitrag zum Hambacher Forst!

Sophie Hunger

I like it – Sophie Hunger Ist eine Klasse für sich! Ich mag diese Stimme in jeder Sprache, die sie singt. Manchmal fällt ihr ein Wort auf und dann macht sie ein Lied drumherum.
Worte habe ich auch gesammelt heute. Knickrige, samtene, graubunte, tresterfarbene mit grünen Stengeln, zottelhaarige und schnürlregenblasse mit rosa Punkten. Zartlilalindgrüngestreifte Einlagen bekommt mein Töchting in ihre blauen Herbstschuhe, der Kerle wünscht sich leuchtendblaue Haare und will die Rotzbremse nicht abrasieren lassen. Mal schauen, wer es länger aushält von uns beiden – er oder ich. Den Proletenbart hasse ich regelrecht, aber mit Zwang den Bart stutzen – das kann ganz schön in die Hose gehen …

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In der Waschmaschine rappeln die weißen Stoffschuhe zusammen mit leinenen Kissenbezügen – da bin ich gespannt, wer was überlebt!

Illusionen

Warum?

Warum glaube ich noch immer an das Gute im Menschen? Es ist doch längst bewiesen, dass es das nicht gibt. Weder im realen Leben, noch im virtuellen. Alles Schein und Sein, die meisten trauen sich nicht!

… im übrigen spinnt der WordPress-Reader. Er zeigt Kommentare und ominöse Likes an, die es gar nicht gibt!

nicht nach Hause gehen – aber wohin dann?

Entschuldigt mich bitte – kann sein, dass ich mich endlich einmal betrunken habe! Wird auch Zeit, habe ich schon eine Ewigkeit nicht gemacht und was morgen ist, das interessiert mich gerade nicht die Bohne. Inzwischen ist mein Kopf ziemlich schwer – und da ich mich nicht mit Bier und Wein und sonstigen Pillepanz abgebe und harten Alkohol trinke (wenn man Eierlikör dazu zählt, denn der gute Mirabellenschnaps ist längst alle) – fällt mir das Denken zum Glück ziemlich schwer! Ich will einfach auch einmal berauscht in den Sonntag starten, will nicht daran denken, dass beide Junioren baden müssen und wir der Pastorenfreundin versprochen haben, mit ihr in den Gottesdienst zu gehen. Ich will auch nicht daran denken, dass ich einem guten Bekannten ein Sonntagsmahl versprochen habe …

Ich will mich – nach Jahren – einmal wieder besaufen. Hab es lange nicht gemacht und werde es – mangels Alkohol – vermutlich auch jetzt nicht schaffen.

Wie beneide ich meine Schwester, die, die mich nicht mag, weil ich sie angeblich so beleidigt habe, dass sie mir nicht verzeihen kann. Sie war es, die mir am Tag der Beerdigung meines Mannes gesagt hat, dass sie eine glückliche Familie hat und ich nur neidisch sei! Ja, ich war neidisch und bin es immer noch – aber nicht auf ihre, ach so glückliche Familie. Denn, wer so etwas an so einem Tag sagt, der hat dieses vermeintliche Glück nicht. Ich bin neidisch, dass ich nicht so verklärt bin und mir nicht jeden Abend die Hucke volllaufen lasse … Nein, auch darauf bin ich nicht neidisch! Worauf bin ich es dann? Dass sie mit Alkohol vergessen kann? Auch darauf nicht! Denn schon jetzt bin ich wieder zu nüchtern und denke an den morgigen Tag, an dem ich funktionieren muss.

Da ich betrunken bin, müsst ihr diesen Beitrag nicht unbedingt ernst nehmen – oder vielleicht gerade deswegen! Ich trinke nie, bin immer gewissenhaft und darauf bedacht, es allen recht zu machen. Ich achte sehr darauf nie jemanden weh zu tun und tu es dafür umso öfter, weil ich meistens offen meine Meinung sage. Ehrlichkeit ist, in dieser Zeit kein Charakterzug der geschätzt wird, weil er oft mit Dummheit gleichgestellt wird. Es ist auch verdammte Dummheit in diesen Zeiten –  da alles, das man ins Netz stellt für ewig bleibt – seine Meinung zu sagen …

Bevor ich mich noch mehr in die Nesseln setze, werde ich mal wieder tunlichst meine Klappe schließen und (!) – die Motten fliegen durch die Nacht!

wieder nur Musik


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Schreiben ist nämlich noch mehr eine Zumutung als lesen – und nebenher dieses verdammte Leben.

unerwartet

Tja, stille Wasser – doch tief ist immer noch was anderes!

Manchmal, so denkt man über scheinbar prüde Menschen, dass diese nicht doch ein Eckchen haben, in dem sie Unergründlichkeit besitzen. Gestern Nacht habe ich experimentiert, habe Lyrik geschrieben, die nicht – oder noch nicht – für die allgemeine Öffentlichkeit bestimmt ist. Mein Bild würde zerstört werden. Aber ich pfeife auf ein Bild …

Sind wir nicht alle vielschichtig und mehr als nur eine Ebene? Wer schaut schon hinter die schöne Kulisse, hebt den Vorhang – schaut nach, was unter den Teppich gekehrt ist? Wer sieht die staubigglitzernden Sterne tanzen und tanzt gar mit?

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