SchlagwortTod

16. November | der Tag davor

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Die nächsten Tage muss ich überstehen und den Junioren dabei helfen. Heute vor 6 Jahren waren wir im Pfannekuchen! Seit 6 Jahren überlege ich welchen leckeren Pfannkuchen MamS gegessen hat – ich weiß es nicht mehr. Alles was nach 13:30Uhr passierte, ist ein festgebrannter Film auf meiner Festplatte. 

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Der Narr

Ein alter Narr mit weißem Haar
stand in der Ecke stumm
und starrte auf den Rosenstrauß
um ihn der Liebsten zu schenken.

Ein alter Narr im stillen Haus
wollt‘ gehen in die Welt
dacht‘ an die lachendschöne Frau
und — wurde nicht bestellt!

©petra ulbrich

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ein Rabe

Wenn ihr wollt, könnt ihr uns gerne etwas Gutes tun! …übrigens: freue ich mich über jeden Kommentar!

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Geschützt: Stille

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Ich sterbe

Sehr provozierend – ich weiß. Aber auch ihr sterbt!

Unser Sterben beginnt, lange bevor wir geboren werden. Zeit online Wissen, eine Seite, auf der ich gerne stöbere, weil auch ein Laie, wie ich, vieles versteht, hat mich nachdenken lassen. Ich sterbe und ich habe auch davor Angst. Wahrscheinlich nicht einmal vor meinem eigenen Tod, wie es Mascha Kaléko schrieb:

Memento
Vor meinem eignen Tod ist mir nicht bang,
Nur vor dem Tode derer, die mir nah sind.
Wie soll ich leben, wenn sie nicht mehr da sind?

Allein im Nebel tast ich todentlang
Und laß mich willig in das Dunkel treiben.
Das Gehen schmerzt nicht halb so wie das Bleiben.

Der weiß es wohl, dem gleiches widerfuhr;
– Und die es trugen, mögen mir vergeben.
Bedenkt: den eignen Tod, den stirbt man nur,
Doch mit dem Tod der andern muß man leben.

(aus:  Verse für Zeitgenossen)

Ich habe Angst, meine Junioren allein zu lassen. Was passiert mit ihnen, wenn ich nicht mehr da bin? Es wird Zeit, dass ich meine uralte Patientenverfügung, die Zukunft der Junioren  – wenn ich sie nicht mehr versorgen kann – und die Finanzen kläre. Ich scheue es, wie der Teufel das Weihwasser. Es ist verrückt! Aber ich werde es diesen Herbst/Winter verstärkt angehen. Noch geht es mir gut, noch sterbe ich nur den Tod, den alle sterben. Aber auch der kann sehr schnell kommen, kann plötzlich zuschlagen.

Erst letztens habe ich in einer Traueranzeige schmerzlich erfahren müssen, dass eine Studienkollegin gestorben ist. Nach langer schwerer Krankheit, hieß es. Was es war, werde ich nicht erfahren – tut auch nicht zur Sache, befreundet waren wir nicht. Wachgerüttelt hat es mich dennoch!

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mein Spruch für heute

„Wer den größten Teil seines Lebens gewohnheitsmäßig klagt, übellaunig sich selbst bejammernd Orgien der Missstimmung feiert, vergiftet sich das Blut, ruiniert die Gesichtszüge und verdirbt rettungslos seinen Teint.“
Prentice Mulford

Heute hätte MamS seinen 66. Geburtstag gefeiert! – Menno, rennt die Zeit. Vor sechs Jahren waren wir in Südtirol und machten große Pläne. Dass sich alles so schnell ändert! Heute weiß ich, dass ich jetzt leben muss – ein anderes Leben haben wir nicht und genau deswegen hadere ich auch so viel. Aber, siehe Zitat, ich möchte einfach nichts ruinieren – schon gar nicht mein Gesicht!

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Frage | 24.7


Fragezeichen

 

Wie soll man dem Tod begegnen, wenn er vor der Türe steht? Soll man hoffen, soll man beten, flehen, dass er weitergeht?

Ja! Er soll nur weitergehen – denkt man und vergisst dabei, dass nur der Tod es kann verstehen, wenn einer sagt: Ich bin soweit.

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