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ohne Gliederung

Die Hand
liegt da
wo keine
Hände liegen
sollen sie
doch greifen
und harte
Wahrheit spüren
soll sie
doch weich
ganz zart
dringen in
etwas ein
im Rausch
des Ausnahmezustands

© petra ulbrich

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Zu lesen im eigenen Rhythmus, mit eigener Intention und eigenen Gedanken…

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ohne Schlaf

in der Nacht – kein guter Tag. Über allen liegt bleischwer die Feriendecke der Junioren. Entwarnung gab‘s noch keine.

Ich werde heimfahren …

Ach Sch…

Carsten kotzt in den Ferien, Wiebke kann mit den unflätigen Ausdrücken einer Reiseteilnehmerin nicht umgehen und die Betreuerin vermutet, dass diese auch der Grund für des Kerles Übelkeit ist.

Meine Sensibelchen reagieren auf Schimpfworte sehr heftig. Das Töchting heult und der Kerle spuckt‘s aus.

…und, was soll ich machen? Warum gibt es bloß Smartphone? Wäre es nicht besser, mir das nicht gesagt zu haben. Jetzt kann ich nämlich nicht schlafen!

Programmänderung

| kein vom Leder ziehen 

Etwas im Leben hinter sich zu lassen, bedeutet nicht, dass man es vergisst. Sondern nur, dass man akzeptiert, was geschehen ist und weiterlebt!

Auch ich muss endlich akzeptieren, dass ich alleine bin. Einen Mann kann ich mir nicht backen und die Zutaten würden auch von Tag zu Tag variieren. Es ist nun einmal schwer zu beschreiben, welche Art Mann ich möchte. Es müsste jemand sein, mit dem ich reden kann, der mit mir durch Museen latscht und der lesen kann, aber auch darüber spricht.

 Vorlesen – wie oft habe ich MamS eine Passage aus meinem aktuellen Buch vorgelesen und andersrum war es genauso. Nicht immer hat es uns gegenseitig gefallen. Gelesen haben wir sehr gegensätzlich. Mein Mann oft Krimis und Archäologiebücher, ich Gedichte und zeitgenössische literarische Romane. Oder wir haben den Junioren vorgelesen – Geschichten – und haben es ausgehalten wenn Wiebke bruddelte. Das ist es, was niemand aushält, das Gemecker meiner Tochter, mein Schweigen oder mein Geplapper und meine Zeit, die ich nicht habe, wenn andere Zeit haben. Und meine Ansprüche!

Meine Ansprüche – ja, ich habe welche. Ich nehme nicht jeden. Ich achte auf mich, achte auf meine Figur und mein Äußeres, ich habe es gerne schön. Dabei muss es nicht der neueste Schrei sein, aber bitte gepflegt und der Person angemessen – vielleicht ein bisschen flippig und ein ganz klein wenig aus der Reihe tanzend, eher links alternativ, aber doch den gewissen Luxus liebend. Da ich leider gar nicht mehr sportlich bin, meine Lunge macht mir einen gehörigen Strich durch die Rechnung, habe ich aber dennoch nichts gegen eine toughe Figur und eine sportliche Erscheinung.

Ich würde so gerne – ach Quatsch, was interessiert´s euch?

was ich gerne mag

… bevor ich am Abend vom Leder ziehe!
Lesen im Strandcafé in Langenargen an Bodensee.

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