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Vorlesebuch

Pauli findet die Besuche bei seinem Opa im Altersheim ganz furchtbar – Carsten findet das Buch ‚klasse‘!

Wie ich auf den Roman gestoßen bin, weiß ich nicht mehr. Ich glaube, mein Buchhändler hat mir in einem Nebensatz davon erzählt. Da wir nichts zu lesen hatten, habe ich es mitgenommen. Und jetzt, jetzt haben wir übers Wochenende dann doch wieder nichts vorzulesen, weil wir bestimmt heute Abend fertig sind.

Es ist alles drin. Eine Liebelei. Ein bisschen Detektivgeschichte, ein Jungsroman, Aufklärung über Demenz, schlechtes Essen und ganz viel Spaß. Sowohl bei mir, als auch beim Kerle beim Zuhören …

Wie gut, dass es die WM gibt, dann können wir die leere Zeit gut überbrücken.

Was will ich

Vorweg: ich schreibe meine Beiträge immer direkt und redigiere sie selten!

Es ist Samstagmorgen – seit ich in Baden-Württemberg wohne, sage ich statt Sonnabend Samstag – also, es ist morgens. Ich lese die Blogs aus meinem Reader und ertappe mich dabei, dass ich bei einigen ärgerlich, ob des Inhalts, den Kopf über mich schüttle. Warum lese ich das? Warum schaue ich mir das an? Warum habe ich diesen Blog nicht schon längst gekündigt? Weswegen bleibe ich dabei? Ich tu mir doch nichts Gutes. Viele Texte sind nicht nachhaltig und geben es doch vor. Manche Texte haben Rechtschreibfehler, die mich stören – die mich daran hindern, den Text intensiv zu lesen, zwischen den Zeilen zu lesen.

Ich bin überkritisch. Das leider nicht nur mit mir. Damit könnten auch andere leben. Das wäre mein ganz persönliches Problem. Dass mir anderer Menschen Blogbeiträge aufstoßen, ist natürlich auch mein ureigenster Missklang und hat mit dem Einzelnen, die den Beitrag verfasst haben, nur am Rande etwas zu tun. Ich könnte ja einfach weiter gehen und Schluss wäre. Doch ich fühle mich verpflichtet. Auch, wenn derjenige von dieser Bindung nichts weiß, noch nicht einmal etwas ahnt. Manchmal, und jetzt wird es paradox, bin ich dann auch so weit, dass ich das Sternchen klicke. Total doof! Aber ich ‚like‘ um dabei zu sein, um gesehen zu werden, mitzumachen. So wie man in einer Clique ist, weil es alle sind.

Ich will das nicht! Doch wie komme ich da raus, ohne jemanden weh zu tun? Sieht nicht der andere Blogger, dass ich seinen Blog kündige und zieht er nicht (falsche) Schlussfolgerungen?

In Klagenfurt wird gerade gelesen. Nicht allen Texten kann ich kognitiv folgen. Auch sind mir 4 oder 5 25minütige Vorträge am Tag zu viel. Aber ich bin dankbar über die anschließende Diskussion der Juroren, betätigen oder revidieren sie doch mein (Vor)urteil. Ich lerne. Ich lerne auch, das Wesentliche vom Unwesentlichen zu trennen und nicht in Bildern, sondern in Worten zu denken. – Genau, das ist es! ACHTUNG, eine Pauschalierung: Blogger denken viel zu plakativ! Nicht alle. Natürlich nicht alle. Aber manch einer. Kritische Texte, kritische Blogger, es gibt sie – aber in deren Blogs finde ich kaum Kommentare. Dafür werden Blümchen und Wolken bejubelt.

So, ich hole die Junioren aus den Betten. Bade sie, ziehe sie an und alles was dazu gehört – ich mache mein Ding und ihr macht eures. Allen wünsche ich einen guten Tag!

nix

Heute wird das nichts mehr. Die Herrschaften streiken. Es regnet immer wieder und kurz darauf blinzelt die Sonne hinter Wolken hervor.

Allein die Logopädin lockt den Kerle aus dem Bett und der Fußball…

Nachtrag um 22:00 Uhr:  Carsten meint, dass Frankreich die besten Chancen hat, die WM zu gewinnen – ich bin derselben Meinung!

und jetzt schlafen sie…

…endlich

Denn, so eine Nacht brauchen wir nicht noch einmal! Erst waren die ‚Sirdischen‘ da und wollten Carsten entführen. Wiebkes Augen gingen einfach nicht zu – und bekanntlich schläft man mit offenen Augen besonders schlecht. Dann waren da diese Bauchschmerzen und der Durst, das Bett plötzlich, aus unerklärlichen Gründen nass. Wirre Träume mit Weinen: „Ich will nach Hause!“ Tröstungen meinerseits wurden weggestoßen. Husten und Erbrechen – alles gleichzeitig an zwei Orten!

Ich bin wach! Aber auch nur, weil es starken heißen Milchkaffee gibt.

hart·nä·ckig

Adjektiv

a.
eigensinnig an etwas festhaltend, auf seiner Meinung beharrend, unnachgiebig
„ein hartnäckiger Bursche“
b.
beharrlich ausdauernd; nicht bereit, auf- oder nachzugeben
„hartnäckigen Widerstand leisten“
c.
schwer zu vertreiben; langwierig
„ein hartnäckiger Schnupfen“

Ohne weitere Worte – ich habe das Gefühl, dass mein Nacken in Ketten liegt!

Halswirbeliges

Vor sehr vielen Jahren – ich kann mich noch sehr genau an den Unfall erinnern, mir ist bei einer Ente (2CV) ein Kleintransporter aufgefahren – habe ich mir den 4. Halswirbel angebrochen. Lange hat mich das nicht interessiert, es gab keine Probleme. Jetzt, da ich doch ein bisschen älter bin, merke ich zunehmend, dass ich einen leichten Buckel bekomme. Die Wirbel werden instabil. Es knackt. Drehen, besonders nach rechts, fällt mir schwerer. Ein dumpfer Schmerz macht sich breit.

Meine Arbeit kann ich machen, ich fühle mich nicht eingeschränkt. Aber, wie so oft, täuscht das Gefühl. Eine Physiotherapeutin sagte mir letztens, dass ich eine merkwürdige Schonhaltung habe. Nun werde ich zusätzlich zum Termin beim Lungenarzt noch einen beim Orthopäden machen – nur krieg mal kurzfristig, als schnöder Kassenpatient, einen.

… und was raus kommt, will ich gar nicht wissen!

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