nörgeln

Und dieser Spruch hat sich einmal wieder bewahrheitet: „Lächle, es hätte schlimmer kommen können. Ich lächelte – und es kam schlimmer!“

Ein Freund hat eine beschissene Diagnose bekommen. Der OP-Termin steht. Wir hoffen sehr, dass die Ärzte im Kopf alles erwischen. Angefangen hat es mit Sehstörungen, eigentlich sollte nur eine neue Brille her und dann kam der Hammer. Ich habe eine Scheißangst. Wenn ich nicht schon beten könnte, ich würde es jetzt lernen…

Die Junioren sind weg. Zum ersten Tag in die Werkstatt gefahren und von mir fällt eine Last. Ich will nicht jammern, aber es war anstrengend – sicherlich nicht nur für mich, auch für den Kerle und das Töchting. Seit vor Weihnachten habe ich gereizte Augen und knittrige Seidenpapierhaut drumherum. Es wird Zeit, dass ich damit zum Arzt gehe – nur ist so viel zu tun. Es ist so viel liegen geblieben. Einkaufen ist nötig. Das Eisenband um die Brust ist angezogen. Eigentlich bräuchte ich Urlaub.

Unser Freund – dem geht’s anders doof. Ach, warum ist das Leben nur so unfair? Entschuldigt bitte meine Nörgelbeiträge. Glaubt mir, ich würde auch lieber etwas anderes schreiben.

und jetzt?

Jetzt ist Mitternacht vorbei, die Gespenstergeschwister schlafen.

Bis ich Carsten im Bett drehe, vergeht noch über eine Stunde. Wiebke habe ich gerade zurück in ihrs geschoben – der Po hing schon wieder auf viertel nach drei! Wie man so schlafen kann ist mir ein ewiges Rätsel. 

Der Aggregat für die Kühlkammer springt immer dann an, wenn ich gerade kurz vor dem wegdrömmeln bin – ein Mordsgetöse. Das muss mitten in der Nacht nicht sein. Die eine Schaltuhr, die noch in der Kruschtelschublade liegt, werde ich gleich morgen früh dazwischenstecken. Stille ist gerade in schlaflosen Zeiten Gold wert. 

Ich klinge schon wie eine alte Frau.  Da ein Wehwehchen und hier nächtlicher Harndrang.

Früher war es (wirklich) besser, da bin ich aufgestanden, habe die Junioren gedreht und gewendet und war keine 2 Minuten nachdem ich wieder im Bett war, in Morpheus Arme gesunken und habe geschlafen. Heute könnte mir dieser Gott sanfte Liedchen trällern, ich wäre eher genervt, als dass ich sanfte Träume hätte.

…die nächste Nachrichtensendung möchte ich aber schon gerne verpassen. 

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Nachtrag am nächsten Morgen: Wiebke badet gerade und Carsten tut‘s gleich und heute ist Sonntag und außerdem Dreikönigstag (wir sind ev/luth.) und morgen geht’s wieder in die Werkstatt. Der Alltag hat uns wieder – was für ein Glück?

Küchenalltag

Ulli Gau hat ein Projekt, das sie Alltag nennt. Unserer/meiner ist ein so ganz anderer, als ihrer und wahrscheinlich auch eurer.

Eigentlich koche ich gerne – und so ist meine Küche auch relativ gut ausgestattet. Messer sind mir wichtig. Oder soll ich lieber schreiben, waren es?

Bekanntlich mäkeln die Junioren am Essen herum und deswegen stelle ich mich nicht mehr so häufig in die Küche und zaubere ein fulminantes Mahl. Nur das Käsemesser – aber ich habe noch ein richtig schönes anderes – das gebrauchen wir sehr regelmäßig. Denn der Kerle mag leckeren Gryère Käse und Wiebke liebt Camembert. Dazu Schüttelbrot und für mich einen Grünen Veltliner…

Ja, und jetzt beim Schreiben weiß ich auch, was ich demnächst einmal wieder auftische!

Sehr gerne würde ich einmal wieder mit jemanden zusammen kochen.