Jeansjacke

Zu gerne trage ich Jeans – ersten, weil sie unglaublich bequem sind und zweitens, weil ich immer meine Hände am Hosenboden abwische und Jeans schnell gewaschen und ohne bügeln zu trocknen sind. Ich bin eine faule Socke!

Jeans lassen sich vielseitig kombinieren. Lässig oder sportlich, elegant oder bieder – wobei bieder bei mir nicht in die Tüte kommt. Ich trage zu Jeanshosen sowohl Turnschuhe, als auch High Heels, so ich denn in ihnen laufen kann. Schnell hochgezogen, ist man angezogen und braucht sich keine Gedanken machen, ob des Anstandes…

Was mich allerdings geritten hat, mir eine Jeansjacke zu kaufen, das weiß ich nicht mehr – denn Jeanshose und Jeansjacke zusammen angezogen sieht leicht prollig aus. So kann ich die wirklich schöne Jacke nur zu dem Kleid anziehen, zu dem ich mir das Jäckchen gekauft habe. Ein ziemlich teurer seltener Spaß.

… oder, ich kauf mir noch ne andere Hose!

Absagen und andere Katastrophen

Man muss lernen, auf sich selbst zu warten.

Vor allem muss man überhaupt warten lernen. Unsere Verabredung für heute hat kurzerhand beschlossen erst später zu kommen. Ihr ginge es nicht gut und sie müsse sich erst einmal ausruhen. Ich habe auf die Tube gedrückt, dass die Junioren rechtzeitig gebadet und angezogen sind, habe mir ihr motzen und Gemecker angehört und mein schlechtes Gewissen deswegen damit beruhigt, indem ich mir, wie ein Mantra aufsage, dass es zum besten für Carsten und Wiebke ist.

Das Wetter ist schön, wir müssen raus – raus, an die frische Luft – und dann ruft die Pastorenfreundin an und verschiebt ihrerseits die Verabredung.

Mein Bauchgrummeln wird davon nicht weniger. Jetzt ist es angenehm, jetzt habe ich die Junioren so weit, dass sie bereit sind Eis essen und ein kurzes Stück spazieren gehen zu wollen. In zwei Stunden beginne ich wieder Überzeugungsarbeit zu leisten und glaubt mir – das kostet enorm viel Kraft!

ohne Überschrift

Angst ist an sich ein sehr sinnvolles Gefühl, das uns schützen soll, vor Gefahren. Wenn die Angst jedoch außer Kontrolle gerät, dann kann sie – und wird es auch – zu einem wirklich bedrohlichem Problem werden.

An manchen Tagen kreisen meine Gedanken immer und immer wieder um die Angst. Dabei kann ich sie nicht benennen und das wiederum macht mir Angst. Ablenken ist gut! An etwas anderes denken, etwas sinnvolles tun, für mich sorgen, dabei die Junioren nicht aus dem Auge verlieren und die großen Kritiker und Nörgler, die Zensoren und Beleidiger… Halt, ich bin diejenige, die beleidigt ist und ich kann meine Gefühle wenigstens ein bisschen beeinflussen und versuchen nicht dieses negative Gefühl an mich heran zu lassen. Denn genau diese negativen Gefühle machen mir Angst – kommen wie ein grauer Schleier und decken die Sonne zu.

Ich muss einfach anders gucken. Hinter den Wolken scheint die Sonne und Schatten kann nur da sein, wo Licht ist.

Kuddelmuddelgedanken, unausgegorene!

Denn wenn man Angst hat, wird das wovor man Angst hat, in der Vorstellung immer größer.